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Drei Ankünfte an einem Tag - Teil 2 - Eine Ankunft in Frankfurt

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Am Freitag, dem 23. November war wieder einmal Reisetag und was für ein Tag, denn es gab gleich 3 Ankünfte wovon 2 in Hamburg stattfanden und die dritte Ankunft in Frankfurt.

Dies ist nun Teil 2 des Ankunftsbeitrags:

So gegen 13:50 Uhr landeten Ringo, Krümel, Bonnie, Amy und Tim, die per Cargoflug von Larnaca nach Frankfurt ausgeflogen werden konnten, mit ihrer Maschine am Frankfurter Flughafen.

Erwartet und begrüßt wurden die fünf Neuankömmlinge von unseren Tierschutz Teammitgliedern Wolfgang Kohnke und Martina & Rolf Worthmann, die von Bordesholm bis nach Frankfurt gefahren s6ind, um sie abzuholen, den 'Papierkram' zu erledigen und um dann wieder zurück nach Bordesholm zu fahren, wo die geretteten Schnuffies am Ende ihrer Reise, schlußendlich von ihren neuen Familien abgeholt wurden.

Manchmal müssen halt ganz schön viele Kilometer überwunden werden, bis Mensch und Fellnase sich endlich glücklich in die Arme schließen können.


Wieder ein toller Einsatz aller Beteiligten, viel Logistik hüben wie drüben, wieder Schnuffie's aus dem Tierschutz, deren Schicksal sich gewendet hat und was wären wir...

...ohne unsere unermüdlichen Reisebegleiter, Fellnasen - Transporteure, Spender und Helfer und die Pflegemamas und Pflegepapas !!!

Mit dem Flieger kamen: (bitte klicken um die Fotos zu vergrössern)
Ringo Krümel
 
Bonnie Amy
   
und
Tim
   
Der Flieger nähert sich Frankfurt
 
Foto: Mitglieder des Vereins, die in Gedanken den Flug mit den Fellnasen verfolgten, schickten gegen 13.30 Uhr ein Bildschirmfoto, auf dem zu sehen ist, wo sich der Flieger zu dem Zeitpunkt befand.
 
 
Frankfurter Flughafen - Gebäude 537 LUG Aircargo GmbH
 
Fotos: W. Kohnke
Bilder der Ankunft - Flughafen Frankfurt - Animal Lounge
Fotos: W. Kohnke
   
Ankunftsbilder Diepholz
 
Fotos: W. Kohnke
Ankunftsbilder Bordesholm
Fotos: W. Kohnke
 

Erfahrungsbericht geschrieben von Wolfgang Kohnke
über die Abholung von Hunden aus Frankfurt, die ihren Weg in die Freiheit per Luftfracht bekommen haben

 

Seit einiger Zeit stand die Frage im Raum, auf welche Weise wir denn Hunde in der „Nichturlaubszeit“ aus Zypern zu uns kommen lassen können. Die Airlines fliegen offenbar nur, wenn sie genügend Passagiere transportieren können, damit dann auch die Kasse stimmt.
 
Für unseren Verein blieb als einzige Möglichkeit, dass die Tierschutz-Ladies die Hunde in Zypern als Frachtgut aufgeben, und wir diese Fracht dann vom Flughafen abholen. Leider kommt für so etwas nur der Frankfurter Flughafen in Frage, und der ist ja nicht gerade in unserer Nähe. Diese Tatsache warf naturgemäß eine Menge Probleme auf, durch die wiederum sehr viele Überlegungen gestartet wurden, aber auch zum großen Teil wieder verworfen werden mussten. Die vielen Einzelheiten darüber möchte ich mir ersparen und nur die Lösung beschreiben, die uns den erfolgreichen Transport unserer ersten Luftfracht-Hunde ermöglicht hat.

Am Freitag den 23. November wurden in Larnaca insgesamt fünf Fellnasen in drei Transportboxen als Luftfracht eingecheckt. Der Flug startete um 10.30 Uhr und endete um 13.50 Uhr in Frankfurt. Um diese Ankunft nicht zu verpassen, fuhr ich bereits vor der rush-hour durch den Elbtunnel zu Rolf und Martina nach Diepholz. Da ich nicht mit leerem Kofferraum fahren wollte, wurde dieser mit gut einem Dutzend auseinander gebauten Transportboxen gefüllt, die mit noch weiteren Boxen dann wieder von Rolf mit einem Schiff auf die Reise geschickt werden.

In Diepholz angekommen, stellte ich meinen PKW ab, um in den Wagen von Rolf und Martina zu steigen. Martina war schon ganz aufgeregt, denn es hieß jetzt ja: Hunde holen. Etwa um 9.00 Uhr ging es dann in Richtung Frankfurt auf die Autobahn. Der Verkehr auf der Gegenfahrbahn ließ uns schon erahnen, was uns auf der Rückfahrt wohl erwartete. Mitglieder des Vereins, die in Gedanken den Flug mit den Fellnasen verfolgten, schickten gegen 13.30 Uhr ein Bildschirmfoto, auf dem zu sehen ist, wo sich der Flieger zu dem Zeitpunkt befand.

Nach etwa drei Stunden Fahrzeit waren wir zwar in Frankfurt am Flughafen, aber noch lange nicht am Ziel. Um die Hunde zu bekommen, mussten wir erst einmal die Frachtpapiere holen. Dazu war es notwendig, das Gebäude 537 der LUG aircargo handling GmbH aufzusuchen. Um aber dort hin zu gelangen, gab es Schranken zu überwinden. Die erste öffnete sich automatisch, die zweite nur mit einer Magnetkarte. Diese erhielt man erst, als einige persönliche Daten in einen Computer eingegeben waren. Nachdem diese Daten vollständig im Rechner vorlagen, dankte es der Computer mit einer sechsstelligen Zahl, die den Bildschirm füllend angezeigt wurde. Da der Bildschirm aber fest in einem Terminal integriert war, musste diese Zahl zwangsläufig auf einem bereitliegenden, visitenkartenähnlichen Papierstück notiert werden. Ein „Schreibgerät“ wurde nicht gestellt, Rolf gab mir aber freundlicherweise seinen Kugelschreiber, sonst hätten wir da vielleicht heute noch gestanden. Diese ID-Nummer in Verbindung mit dem Personalausweis war der Schlüssel dafür, dass wir jetzt eine Magnetkarte erhalten konnten, mit der die Schranke zum inneren Flughafenbereich zu öffnen war.

Das Gebäude 537 wurde schnell gefunden, also LUG, wir kommen .... .  Aber die wollten uns gar nicht, sie hatten selbst eine Stunde nach der Landung „unseres Hundefliegers“ noch keine Frachtpapiere vorliegen. Diese erhielten wir erst knapp zwei Stunden nach der Landung des Flugzeugs. Jetzt hielten wir die Hunde schon mal in den Händen, wenn auch nur auf dem Papier. Um die Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes mit Leben zu erfüllen, hatten wir uns zur Animal Lounge zu begeben. Diese Animal Lounge befand sich auf der anderen Seite der Start- und Landebahnen des Flugplatzes im Gebäude 26, unsere Sightseeing Tour ging also weiter. Das bedeutete, raus aus dem Flughafengelände und um den Flugplatz herum auf die andere Seite fahren. Die Zufahrt zum Tor 26 war ebenfalls mit einer Schranke verschlossen. Der Schließzustand änderte sich jedoch bei unserem Heranfahren. Aber wo man ungesehen in einen Sicherheitsbereich hinein kommt, gibt es immer einen Haken, so war es auch dieses mal. Erst nach dem Vorlegen von Personalausweis und der Karte mit der ID-Nummer gab es wieder kostenlos die Magnetkarte. Auf unsere Frage, wo denn die Animal Lounge zu finden sei, erhielten wir eine präzise Ansage, auch mit einer Gebäude-Nummer. Nur in diesem Gebäude gab es keine Animal Lounge oder ähnliches. Es hieß somit für uns, wieder das Gelände zu verlassen und uns erneut anzumelden. Hätte der gute Mann, der uns die unzutreffende erste Auskunft gab, jemals aus dem Fenster seiner Betriebsstätte geschaut, hätte die richtige Auskunft lauten müssen: „Gleich nebenan.“

So, nun waren wir unseren Hunden schon sehr nahe. In der ersten Etage des Lounge-Gebäudes ging es dann zur Sache. Hier wollte man die Frachtpapiere, meinen Personalausweis und Geld sehen. Bei dem Geld waren sie nicht wählerisch, es war denen egal, ob wir die Hunde-Betreuungskosten in Hart-, Schein- oder Plastikgeld bezahlten. Aber erst, als der Einzahlungsbeleg korrekt ausgedruckt und vom Lounge-Mitarbeiter deutlich lesbar unterschrieben war, wurden die Hundebetreuer telefonisch angewiesen, uns unsere Hundeboxen mitsamt Inhalt zum Wagen zu bringen.

Ja, und dann kamen sie etwa fünf Minuten später herangerollt, auf einen Hubwagen, der, wie üblich nur kleine, ungefederte Rollen hatte, über den mit kleinen Betonsteinen gepflasterten Parkplatz. Mir war das aber beim Anblick der fünf kleinen Fellnasen völlig egal, ihre Lebensbedingungen konnten ab jetzt nur noch besser werden.

Die freundlichen Lounge-Mitarbeiterinnen, die uns die Hunde gebracht hatten, waren ebenfalls vom Charakter dieser Hunde total begeistert. Nachdem Rolf zu erkennen gab, dass solche Tiere künftig häufiger vorübergehend in ihrer Wirkungsstätte sein würden, glänzten deren Augen und ihre Ohren bekamen Besuch von den Mundwinkeln.

Jetzt konnte die Rückfahrt, bei bereits einsetzender Dunkelheit, beginnen. Die Zeit verging wie im Fluge, aber der Kilometerzähler unseres Wagens zeigte kaum Veränderungen. Der Wochenendverkehr um Frankfurt herum hatte uns voll im Griff. Nach ungefähr 5 Stunden sind wir dann gegen 21.00 Uhr endlich in Diepholz angekommen. Hier konnten die fünf Kleinen in der Garage von Martina und Rolf zunächst einmal ihre Beinchen bewegen. Davon wurde auch rege Gebrauch gemacht, aber nicht nur zum Laufen, sondern auch einfach nur, um eines zu heben. Die Mädchen machten auch Kniebeugen mit den Hinterbeinchen, bis zur völligen Druckentlastung.

Einer der fünf Racker – Ringo - wurde schon sehnsüchtig von seinen Pflegeeltern in Diepholz erwartet, denn diese wohnen nur ein paar Kilometer entfernt in Dinklage.

Nachdem die beiden restlichen Boxen in meinem Wagen verstaut waren, konnte die Fahrt in Richtung Schleswig-Holstein starten. Zuhause in Bordesholm um Mitternacht angekommen, wurden wir bereits von einem unerwartet großen Empfangskomitee erwartet.

Naja, der fortgeschrittenen Tageszeit wegen wurden die vier Kleinen nur kurz noch einmal gedrückt und gestreichelt, und die letzte Fahretappe in ihr neues Leben konnte beginnen.

Es war zwar ein sehr langer Tag; aber die Fahrt nach Frankfurt war sehr interessant und aufschlussreich, da wir nun wissen, dass es auf diese Weise auch geht, wenn man die Hunde schon nicht selbst von Zypern holen kann.

Dank der sicheren Fahrweise von Rolf und der netten Begleitung durch Martina konnte ich diesen Tagesausflug zudem richtig genießen.

 

Wolfgang
Liebe Freunde der Hunde in Not,

bitte kommt alle heil und gesund nach Hause und lasst bald von Euch hören.


Nach teilweise schwerem Schicksal geben diese Schnuffie’s ihr Leben jetzt mit neuem Vertrauen und so wie es nur Hunde können, in die Hände ihrer neuen Menschen.

Sie und wir glauben an eine tolle Zukunft und auch daran, dass sie nie wieder enttäuscht werden und wünschen Ihnen von Herzen - ein langes und wunderschönes “Hundeleben”.

Es sind Hunde aus dem Tierschutz und sie wurden alle geboren, um eines Menschen Freund zu sein.... nicht, um von Menschenhand zu sterben!

Kommentare  

 
#3 DankeImhaeuser JuttaSally 2012-11-27 19:19
Was für eine Mammuttour fur Euch und auch für die kleinen Fellnasen. Ich habe den ganzen Tag mitgebibbert bis es dann gegen 22 Uhr hieß : gegen Mitternacht ist endlich Ankunft mit Grossem Aufgebot.. Gott sei Dank lag nicht, wie vor 2 Jahren ,Schnee. Mögen Eure Schutzengel immer mitfahren wenn Ihr solche Touren bewältigt.
Liebe Grüße
Jutta
 
 
#2 5 Zyprioten in Frankfurt auf dem Weg in ihr neues Zuhause!Monika Tietz 2012-11-27 17:22
Herzlichen Dank an die lieben Tierfreunde in Diepholz für ihre Hilfe und ihren ersten "Schnuffi-Einsatz"!

Es ist einfach unbeschreiblich zu sehen, wie die "Hundeliebe" wächst und sich immer neue Freunde und Helfer finden, die sich für die Rettung der Hunde einsetzen!

Obwohl die Bedingungen für die Ausreisen der armen Hundeseelen immer schwieriger werden, gelingt es trotzdem, viele von ihnen aus ihrem Elend zu befreien und sie ihren Familien anzuvertrauen! Mit der Übergabe der angekommenen "Ausreiser" ist die letzte Hürde auf einem langen und steinigen Weg genommen. Jetzt kann es nur noch besser werden!

Wir haben alle gemeinsam ein Ziel -

den Hunden in Not zu helfen!
 
 
#1 5 Schnuffis aus FrankfurtMartina 2012-11-27 13:22
Für Rolf und mich,war es das erste Mal, dass wir selber Hunde abholen durften. Wir beide waren total aufgeregt, aber wir hatten ja Wolfgang dabei. Als das Hallentor auf dem Flughafen aufging, wedelten 5 Schnuffis mit ihren Ruten um die Wette. Der kleine Tim hatte es mir ganz besonders angetan. Er wies ein paar Verletzungen auf und freute sich trotzdem ganz unbändig. In Diepholz angekommen, wurden die 5 erst einmal in aller Ruhe beschmust , ich glaube das fanden die ganz toll. Ringo ging mit seinen Pflegeeltern mit, als wäre er nie irgendwo anders gewesen. Es waren ganz große Gefühle für uns alle. Wir werden mit Sicherheit noch viele Ringos, Tims oder Maos in Sicherheit bringen.

Liebe Grüße aus Diepholz
Rolf und Martina
 

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