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8 Hunde aus Rumänien und ihre lange Reise nach Deutschland

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ankunftshunde17052013Am Donnerstag und Freitag, dem 16. + 17. Mai konnten die rumänischen Fellnasenbabies Jersey, Mady, Jeeves, Jimmy, Jinx, Jhony, Jingo, und der große, dreibeinige Labus, ihre Reise in ein neues Leben antreten.

Unsere Renate hat das Reisegeschehen aus erster Hand wieder so bildhaft wie auch eindrucksvoll beschrieben und unsere Jutta wird diesen aussergewöhnlichen Einsatz - sicher auch noch kommentieren....

Wieder ein ganz besonderer Einsatz aller Beteiligten und sehr viel Logistik hüben wie drüben, denn zeitgleich waren auch 9 zypriotische Fellnasen auf dem Flieger nach Amsterdam unterwegs.

Wieder Schnuffie's aus dem Tierschutz, deren Schicksal sich gewendet hat und was wären wir...

...ohne unsere unermüdlichen Reisebegleiter, Fellnasen - Transporteure, Spender und Helfer und die Pflegemamas und Pflegepapas!!!

Im Auto waren: (bitte klicken um die Fotos zu vergrössern)
jeeves jersey
Jeeves Jersey
jhony jimmy
Jhony
Jimmy
   
jingo jinx
Jingo Jinx
   
Labus mady
Labus Mady
   
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Reisebericht geschrieben von Dr.Renate Engel

 

Jedes Mal, wenn ich die Web-Seite unseres Vereins betrachte, bin ich aufs Neue erschüttert von dem Leid, das Menschen Hunden auf Zypern zufügen. Leider gibt es noch viele Orte auf der Welt, wo „dem besten Freund des Menschen“ aus Gedankenlosigkeit, Dummheit, Sadismus oder Geldgier unendliche Qualen zugefügt werden. Allein der Tatsache, dass ich fließend rumänisch spreche und schreibe, ist es zuzuschreiben, dass ich mich in der letzten Zeit mit den armen Hunden aus Rumänien beschäftige.

Rumänien ist ein Land, wo der Umgang mit - und die „Entsorgung“ von Straßen- bzw. Streuner-Hunden so unbeschreiblich grauenvoll gehandhabt wird, dass die Berichte darüber schon mal gleichgültigen NICHT-Tierfreunden beim Anschauen von Berichten darüber die Tränen in die Augen treiben. (Auslandsjournal/Weltspiegel—Hunde in Rumänien)

Umso mehr empfinde ich es als eine Herzensangelegenheit, wenigstens ein paar von diesen armen Seelchen zu retten.

Unsere Kontaktperson in TIMISOARA, einer Großstadt in West-Rumänien ist Simona. Ihr Mann ist Fach-Tierarzt für infektiöse Krankheiten. (Uni+Großbetrieb) Wo immer Simona auftaucht, geht und steht, Auto fährt, etc. sind Hunde, die niemandem gehören, auf der Straße, zwischen Autos, überall. Sie selbst hat derzeit 13 Hunde zu versorgen. Sie wird auch oft angerufen, um zu helfen, z.B. um Hunde und Hündinnen zu kastrieren.

1.       Nun wurde sie von ihrer Freundin gebeten, sich um einen Wurf von Welpen zu kümmern, die in einem Vorort draußen auf der Terrasse einer Villa in einem Pappkarton bei einem Ärztehepaar aufgewachsen waren. Dank der unermüdlichen Arbeit von Frauke und Jutta ist es gelungen, diese Welpen an super-nette Familien zu vermitteln. Trotzdem haben diese „netten rumänischen Ärzte“ sie noch 3 Tage vor der Abreise nach Deutschland auf die Straße verfrachtet: Keine Lust mehr auf sie. Nur der Nachbarin ist es zu verdanken, dass sie noch leben.

2.       Eine Familie in einem anderen Vorort, natürlich am anderen Ende von TIMISOARA, hatte ein anderes Problem: Für rumämische Verhältnisse recht tierlieb, hatten sie mehrere Hunde, u. a. einen Rüden (LABUS=rumänisch=Pfötchen), dem ein LKW einen Vorderlauf so zertrümmert hatte, dass nur noch die Amputation blieb. Sie hatten den Straßenhund schwerstverletzt gefunden und sein Bein abnehmen lassen. Nach nunmehr 5 Monaten hatte er sich gut erholt und Vertrauen gefasst. Außerdem eine Hündin mit mehreren größeren Welpen, ABER nun das Desaster: Die Familie musste nach Bukarest umziehen und das gemietete Haus bis Ende Mai 2013 verlassen.

Konsequenz: Alle Hunde wieder auf die Straße, für den 3-Beiner bedeutete das den sicheren Tod – im Straßengraben.

Unser Verein wäre nicht unser Verein, wenn es in so einem SUPER-Notfall nicht doch noch eine Lösung gäbe… Unsere Vermittlerinnen können Wunder bewirken, ich weiß nicht wie, aber sie finden immer so tolle Familien.

Das Problem war jetzt aber die LOGISTIK. Und wieder bekamen wir unverhofft Hilfe. Simonas Bekannter, Christoph, Deutscher, wohnhaft in TIMISOARA, wollte zu Pfingsten seine Eltern in Deutschland besuchen und bot an 7 Welpen und LABUS in seinem Mercedes-Transporter bis Bedburg-Hau, zu Beatrix, einer Freundin von Simona, mitzunehmen, die dort ein Privat-Tierheim besitzt. Für den großen LABUS (60 cm Schulterhöhe) seine EINZIGE Chance. Ich sollte dann die 2. Etappe der Hunde-Reise bestreiten. OK. Der liebe Wolfgang hat mir am Tage vor meiner Abfahrt eine super-große Box mitgegeben, LABUS sollte im Geschirr angegurtet auf die Rückbank meines VW-Caddy, und am Donnerstag düste ich gen Ruhrgebiet. Vorsichtshalber hatte ich mir ein Hotel in der Nähe, in Goch, besorgt, was sich als eine sehr weise Maßnahme herausstellen sollte, DENN:Ich fuhr nichts Böses ahnend von SH ab, aber schon bald gab es in NRW sintflutartige Unwetter, so dass ich abwechselnd dachte, ich fahre Boot mit Bugwelle oder U-Boot – Sichtweite = Null, trotz Scheibenwischer.

Am nächsten Morgen hatte ich meine Sorgen wieder vergessen, fuhr um 09.00 wohlgemut nach Bedburg-Hau, um so gegen 11.00 – 12.00 Uhr auf das Eintreffen von Christoph + Wauwis zu warten. Aber ich hatte die Rechnung ohne das Wetter und ohne den Pfingstverkehr gemacht. Christoph rief von Zeit zu Zeit an: „STEHE IM STAU“, wird später, kurz: Er kam um ein paar Minuten vor 18.00 Uhr. Ich war in der Zwischenzeit so entsetzlich durchgefroren, dass ich weder einen Fotoapparat halten konnte, noch zu anderen Aktionen in der Lage war. Jetzt musste es schnell gehen, denn Christoph wollte auch weiter nach Trier und ich sollte ja noch die 500 km nachhause und „nebenbei“  auch noch ein paar Hunde verteilen.

Auf der anderen Seite war es gar nicht so leicht die Welpen auseinander zu halten. „Who is who?“  Gott-Lob, hat Beatrix ein Chip-Lesegerät. In Bedburg-Hau wurden dann schon 2 kleine Hunde abgeholt: Jhony von einer sehr netten Familie aus Brühl und Jingo von netten Leuten aus Düsseldorf. Ein Welpe, Jeeves, der ursprünglich in den Raum Stuttgart gehen sollte, wurde zum „Sorgenkind“, da die spätere Adoptiv-Mama sich „verdünnisiert“ hatte. Also, ab mit ihm nach Owschlag, zu mir. Außerdem waren noch mit von der Partie: Der kleine Jinx und der stramme Jersey. Diese beiden lud ich schließlich kurz vor 22.30 Uhr am Rasthof Grundbergsee Süd an der A1 ab, wo ich von deren Adoptiv-Eltern schon sehnlichst und stundenlang erwartet wurde.- Ich hatte auf meinem Rückweg natürlich mit den gleichen Problemen wie Christoph zu kämpfen, abwechseln kilometerlange Staus und Wolkenbrüche, d.h. Gewitter wie Weltuntergang. Der Wettergott war mir eben auch auf dem Rückweg nicht wohlgesonnen. Es war auch eine große Erleichterung für mich Jinx und Jersey aus der Box zu kriegen, ohne die anderen Welpen stiften gehen zulassen—an der Autobahn, wohlgemerkt! Aber auch das haben wir alle zusammen hingekriegt.

Und ab ging es weiter durch die inzwischen rabenschwarze, stockdunkle Nacht auf der glitschigen Autobahn.

Jedes Mal, wenn ich auf die Bremse steigen musste, stand mein riesiger LABUS hinter mir auf seinen 3 Beinen auf, versuchte zu mir nach vorne zu klettern, bellte laut, und sein Speichel tropfte mir in den Kragen. Dabei fuhr ich relativ (viel zu) schnell (und betete, was ich selten tue)—

Nun brauste ich schlussendlich unter ständiger Telefonverbindung mit Jutta nach Hütten Kreis Rendsburg, um die verbleibenden beiden Welpen abzuliefern, die schöne schwarze Mady an eine super liebe Tierheilpraktikerin nach Schleswig und den süßen Jimmy an ein ganz nettes Paar aus Dänisch-Nienhof. Die Adoptiveltern dieser Welpen waren unter Juttas Anleitung nach Hütten gefahren, um mich dort zu erwarten.

Und schließlich lieferte ich auch unseren dicken süßen Knuddelbär LABUS ab, der in der schönsten Pflegestelle gelandet ist, die man sich wünschen kann, was er auch SOFORT mitgekriegt hat, in Hütten. Erst wollte er nicht aus dem Auto raus, aber dann war er GLÜCKLICH.

Nun war es kurz vor eins. Mein kleiner Pflegi, Jeeves und ich mussten in Owschlag schlafen gehen. Gute Nacht, mein Hundekind.

 

Heute Morgen gingen wir in meinen Garten, Pipi machen, und als ich ihn wieder mit ins Haus nehmen wollte, Oh je! Eine schlimme Panik-Attacke: Jeeves musste zitternd auf dem Bauch kriechen, „Ich gehe nicht durch diese Tür!“ Was hatte ich eigentlich erwartet? Dieser kleine Hund durfte eine menschliche Behausung NIE betreten und lebte bis jetzt praktisch in einem Pappkarton!

Also, Rosskur: Her mit dem Wauwi, sich zusammen mit ihm aufs Bett gelegt, ihn sanft in die Arme genommen und ihm leise ein paar Liebeserklärungen in die seidenweichen Welpen-Ohren gemurmelt: „Hier bist Du sicher, fürchte Dich nicht.“  Die Botschaft kam an. Der kleine warme Kopf sank entspannt an meine Schulter und das Hundchen ging auf Tuchfühlung. Zu dem Klopfen des dünnen Wackelschwänzchens hörte ich noch einige wohlige Seufzer und ein leises Schmatzen, dann war das Hundekind eingeschlafen.

Lächelnd betrachtete ich ihn. Er wird das niemals mehr erleben müssen, ein Dasein mit nagendem Hunger und Unterernährung, Leben in eisiger Kälte und in immerwährender lähmender Angst, Prügel, Tritte, Parasiten und Verwahrlosung und Tod im Straßengraben oder in der Schlinge des Hundefängers.


Auf ihn, so wie auf alle Schützlinge unseres Vereins, wartet ein schönes Hundeleben bei liebevollen Menschen.

Darüber freut sich jeden Tag aufs Neue

Eure

Renate

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Dieses Video und diese Bilder zeigen die Welpen,
die jetzt bei der Nachbarin,
des schrecklich herzlosen Ärzteehepaares,
in Obhut sind.
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Von denen warten noch... (Für die Hundeanzeigen, bitte den Namen anklicken)
gina giny
Gina Gini
jethro jewel
Jethro Jewel
...auf ein Zuhause und die Ausreise.

Kommentare  

 
#6 jingo-stefanie nasiristefanienasiri 2013-05-21 18:51
hallo hier Familie Nasiri aus Düsseldorf wir möchten uns auch ganz herzlich bei frau Dr Engel bedanken das unser jingo so gut angekommen ist frau Dr. Engel hat wirklich den namen Engel verdient.auch für die anderen Fellnasen .liebe grüsse aus Düsseldorf Fam. Nasiri :roll:
 
 
#5 geschafftJutta Schlotfeldt 2013-05-20 21:48
Auch ich finde Deinen Einsatz grossartig, Renate.
Ich möchte mich ausserdem bedanken bei allen neuen Mamis für die Welpen und vor allem bei Susanne, die den dreibeinigen grossen Labus bei sich aufgenommen hat...ohne zu zögern...
Sogar eine Patin für Labus hat sich gemeldet, Frau Ullrich aus Hamburg, möchte Susanne finanziell unterstützen, da Susanne einen Gnadenhof mit vielen armen geschundenen Socken hat und Hilfe gut gebrauchen kann.
Somit kann der Labus auch bei ihr belieben..für immer...
So fügen sich, in dieser doch oft so grausamen Welt, viele positive Dinge zusammen.
Auch für die anderen Welpen, die noch in Rumänien warten müssen, werden wir ebenso herzliche Menschen finden, wie für die Glückshunde von der letzten langen Reise.
Danke auch an Simona, die immer wieder unter starker nervlicher Belastung rettet, was sie retten kann.
Auch ein Glücksfall, dass Christoph, ein Bekannter von ihr, nach Deutschland reisen musste und die Welpen, vor allem den grossen Labus, in seinem Auto mitnehmen konnte.
Auch einen lieben Gruss an Frau Büchner, Tierheilpraktikerin, die ihre Kontakte hat spielen lassen und somit konnte in buchstäblich letzter Minute auch der Jersey ein wundervolles Zuhause finden.
Alles gute ihr lieben Welpenmäuse
Jutta Schlotfeldt
 
 
#4 Danke...die Berliner 2013-05-20 15:49
*Beifall klatsch* für diesen tollen Einsatz unter schlimmsten Wetterbedingungen.
Vielen lieben Dank Frau Dr. Engel !!!

Liebe Grüße
Team Berlin
 
 
#3 RespektSusanne Wiegand 2013-05-20 14:53
Ganz großen Respekt für dieses Engagement....
Die sieben Wauzis hinter dem Zaun sind ja zu goldig...
Noch sind vier davon in Rumänien und warten auf ein Zuhause und ihre Familien .Jeeves wartet breits in Deutschland (Lübeck) auf sein neues Zuhause.... Die Mama der Wauzis, Skypi und Leidensgenossin Kia sind ebenfalls noch zu haben. Wäre doch klasse, wenn die beiden bei der nächsten Fahrt nach Deutschland mit dabei wären...
 
 
#2 Ankunft...Michaela Kruse-Alpers 2013-05-20 14:31
.....Renate, lasse Dich drücken ! Du hast meine vollste Hochachtung, was für eine Leistung !

DANKE, DANKE, DANKE !!

Liebe Grüße

Ela
 
 
#1 JIMMYjasmin 2013-05-20 12:41
Wir die Fam. Bohnhoff
möchten uns sehr bei Frau Dr. Engel, für die sichere Ankunft unseres Jimmy bedanken.
( natürlich auch für die anderen Fellnasen).Wir können nur Danke, Danke, Danke sagen für die Strapazen, die Frau Dr. Engel auf sich genommen hat. :-)
 

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