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Ankunft in Belgien 3. Mai 2020

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1 CNNM1430Eine Ankunft, die wir so schnell nicht vergessen werden.

Lange haben wir uns gedulden müssen, lange mussten die Hunde eine Hitze ertragen, die sogar hitzegewohnte Menschen stöhnen lässt.

Dann endlich wurde ein Charterflug an uns herangetragen. Ein Flug nur für Tierschützer, die ihre Hunde an die neuen Besitzer übergeben wollten.

Ja, der Flug war sehr teuer, denn es flogen als Passagiere wirklich nur die Hunde in ihren Boxen. Doch wir haben nicht lange überlegt, jetzt musste alles sehr schnell gehen. Welche Hunde dürfen fliegen, welche Hunde in welcher Boxengröße und vielleicht auch zu zweit? Wo sollen die Hunde aussteigen, welcher Transporter würde wohin fahren und wie viele Hunde passen jeweils in ein Auto? Die Boxen mussten mit den Hundenamen und dem unseres Vereins beschriftet werden, da ja nicht nur wir flogen, sondern noch einige andere Orgas auch. So kamen im Ganzen 220 Tiere in ihren Boxen zusammen und eine 5-Stellige Summe. Es sollte ein Flug von Larnaca nach Ostende in Belgien sein.

 

 

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Wir mussten also professionelle Tiertransportunternehmen finden, die bereit waren diesen Marathon mit unseren 35 Hunden auf sich zu nehmen. Nach tagelanger Vorbereitungszeit war es dann endlich soweit und es kam der 03.06.2020.

Es ging damit los, dass bevor der Flieger überhaupt abhob, es zu einer Verspätung von 2 Stunden kam und so sollte das Flugzeug dann um 23:30 Uhr in Ostende aufsetzen.

Wir rechneten mit ca. 2-3 Stunden Abfertigungszeit, da ja so viele Boxen erst erfasst werden müssten.

Nachmittags fuhren dann alle Helfer von Zuhause los, kamen aus allen Himmelsrichtungen und trafen sich dann pünktlich am Flughafen in Ostende.

Dort angekommen wurde ihnen gleich mitgeteilt, dass wenn sie ihren grünen Versicherungsschein nicht mithätten, sie das Gelände nicht betreten dürften. 

Grüner Versicherungsschein? Keiner, auch von den anderen Organisationen, hatte so einen Schein dabei.

Gut, ok, doch dann darf immer nur einer zur Zeit auf das Gelände, wäre ja ein Sicherheitsbereich.
Ein Mensch? Wie bekommt man allein eine große Box samt tierischem Inhalt ins Auto gehievt?

Nur unsere Franzi kannte alle Hunde mit Namen und nach langem Bitten und 5 Stunden! Wartezeit durfte sie dann mit einer anderen Person auf das Gelände.

Sie traute ihren Augen kaum, auf dem Rollfeld standen alle Boxen, eine riesige Menge mit Hunden und Katzen darin. Es war kalt und es herrschte ein eisiger Wind.

 

                                              


Teilweise waren sogar die Boxen aufeinander gestapelt und durch die Bewegung der Hunde darin drohten sie zu kippen.

Es dauerte Stunden und man kam kaum voran. Immer im Blick die jammernden Tiere in ihren Boxen. Seit vielen Stunden hockten sie darin und verstanden die Welt nicht mehr.

Auch das klägliche Mauzen der Katzen hallte in den Ohren, doch niemand war zu sehen.

Immer wieder wurde betont, dass nur eine Person zu den Hunden darf und Franzi musste mit ein paar unserer Schützlinge losfahren, die sie in Düsseldorf übergeben würde.

So waren dann nur noch 3 Personen, die alle die Hunde nicht kannten, inmitten der riesigen Boxenzahl am suchen nach unseren Fellnasen.

Immer meine Kollegin am Handy, die Listen mit Hunden durchgab für die einzelnen Fahrer.

So verging die Nacht und es wurde langsam hell als dann der Zoll und die Polizei kam. Die Zöllnerin behauptete steif und fest, dass unsere Papiere nicht in Ordnung wären und sie würde keinen der Hunde fahren lassen, sondern alle Hunde kämen in ein belgisches Tierheim für 14 Tage und das natürlich auf unsere Kosten.

Wir zuhause an unseren Handys waren einfach nur entsetzt und geschockt, denn wir wussten das alles rechtens war und diese Frau reine Willkür betrieb.

Was soll man in so einem Fall tun? 

Eine der Fahrerinnen wehrte sich indem sie der Zöllnerin androhte die Kosten für einen eingeschalteten Rechtsanwalt selbst privat zahlen zu müssen.

Daraufhin telefonierte sie, wohin wissen wir nicht, doch es kam dann der Amtsveterinär. Der untersuchte stichprobenartig ein paar Hunde und nach kurzer Zeit meinte dann eine kleinlaute Zöllnerin: alles ok, sie können fahren.

Wir hatten so eine Angst um unsere Hundis, die da draussen auf dem Rollfeld standen und sicher froren und quälend hungrig waren.

Niemals werden wir wieder einen Flug nach Ostende wahrnehmen, denn diese Zöllnerin ohne Empathie für Lebewesen wollen wir nie wieder sehen.

Sogar der Amtsveterinär entschuldigte sich mit einem aussagekräftigen Blick auf die Dame vom Zoll…

Es hat dann noch den ganzen Donnerstag gebraucht um alle Hunde an die richtige Übergabestelle zu bringen. Unsere Helfer und Transporteure haben Großartiges geleistet. Sie waren unsere Helden der Nacht.

   

Auf dem Flieger waren: 

 
     
thumb 1 chester7           thumb 18         thumb Alice a
Chester Domino Alice
     
thumb 1 Samson         thumb Gina 5 001         thumb Lily 5 001
Samson Gina Lily
     
thumb lola4         thumb gi1         thumb Ally 5
Lola Ginny Ally
 

Auf dem Flieger waren: 

   
1 blackie           thumb 1 Daisy Photo 18 5th May 2020         thumb 1 Kirk Photo 5 Apr 2020
Blackie Daisy Kirk
     
thumb 1 mika3 001         thumb al1          thumb lu1
Mika Allie Lulu
     
thumb 1 henry 1          thumb 1 milo1           thumb ale1
Henry Milo Alexia
     
thumb blo1         thumb Gladys 4          thumb lila1
Blossom Gadys Lila
     
thumb ma1          thumb nino5          thumb 1 April photo 4 27 April 2020 
Mandy Nino April
 
     

Auf dem Flieger waren: 

 
thumb 1 choco5            thumb 1 iraklis4          thumb 1 paisley11
Choco Iraklis Paisley
     
thumb 1 Marty Photo 7 April 2020         thumb 1 mery2         thumb 1 terry2
Marty Mery Terry
     
thumb ne1         thumb ni1          thumb 1 robin2
 Nemo  Nick  Robin
     
thumb Leon Photo 9 May 2020          thumb me1  
Leon Merri  
  
  -kleines Filmchen von unseren zauberhaften Hunden aus Zypern-
 
 

Dazu sieht es auch so aus, als hätten alle unsere Hunde die Tortur gut überstanden. Sie liegen schon auf den jeweiligen Sofas und werden verwöhnt. Doch dieses Erlebnis war zu krass, um es einfach zu vergessen.

Was wäre gewesen, wenn zu der Kälte und dem schneidenden Wind noch ein Gewitter über Ostende niedergegangen wäre? (Angedroht war es)

Wie viele Hunde hätten dann eine Lungenentzündung bekommen?

So geht man nicht mit Tieren um. Auch nicht aus Schikane, um seine Macht auszuspielen.

Ein Beschwerdebrief an den Flughafen ist in Arbeit.

Zur Freude aller haben wir sehr schöne erste Zuhause-Bilder von den glücklichen Adoptanten zugeschickt bekommen.

Nie wieder Ostende!

Frauke Neumann

   
hulipfotenherzankunft2
   
   
 

Kommentare  

 
#4 Ankunft in OstendeSusanne Hillebrecht 2020-06-10 10:24
Liebes Helfer-Team! - Vielen Dank für euren mehr als großartigen Einsatz! Bewundernswert, wie ihr trotz des unsäglichen Verhaltens der sogenannten "Verantwortlichen" am Flughafen die Ruhe bewahren konntet und unsere Tiere sicher und liebevoll zu uns gebracht habt.
Beste Grüße aus Meldorf - Susanne u. Friedel Hillebrecht
 
 
#3 Eine Herausforderung für alleTosten und Simone 2020-06-08 05:54
Da sträubt sich mein Nackenfell - so eine großartige Aktion und dann so ein Versagen der Flughafenmitarbeiter in Belgien!! Da haben alle Beteiligten ganz schön was durchmachen müssen. Aber zusammengefasst kann man vielleicht sagen „Ende gut - alles gut“. Wir wünschen allen geretteten Fellnasen ein wunderschönes Leben! Und 1000 Dank an alle Helfer!
 
 
#2 Große AnkunftMaria, Riecken 2020-06-07 19:45
Diese Ankunft war bemerkenswert, wie so vieles in Corona-Zeiten, aber welch ein Glück, so viele so tolle Menschen zu kennen, die es möglich gemacht haben, dass diese Ankunft stattfinden konnte und trotz allem so gut abgelaufen ist, wie sie abgelaufen ist! Und zwar meine ich jede einzelne Person in der Kette, bis hin zu den neuen Besitzern, die zu allem bereit waren und mitten in der Nacht ihre Hunde entgegengenommen haben.
Eine denkwürdige Ankunft, die uns allen für lange oder immer in Erinnerung bleiben wird.
Wir sind so froh, dass die Hunde das so gut weggesteckt haben und nun alle Couches erobert haben!
Wir freuen uns über Happy-End-Geschichten und Bilder, die uns motivieren immer wieder weiter zu machen, welche Probleme auch immer wieder mal neu dazu kommen.
Viel Freude allen neuen Besitzern, den Hunden ein langes, gesundes und glückliches Hundeleben.
Bleiben Sie alle gesund!
Mit hundefreundlichem Gruß - Maria Riecken
 
 
#1 Bericht BelgienSabine 2020-06-07 19:30
Eine ganze Weile bin ich täglich Gast eurer HP.
Der Bericht über die Ankunft in Belgien macht mich sprachlos. Was sind das nur für Menschen? Die Boxen einfach abzustellen, den Zugang verweigern, den Abtransport verweigern, den Akteuren möglichst viele Probleme bereiten und schließlich den Hunden und Katzen nochmal eben das Leben zur Hölle zu machen! Ich hoffe, dass die Verantwortlichen jetzt im Nachgang auch ordentlich Stress bekommen und das wäre noch viel zu wenig.
Ihr habt wieder einmal eine tolle Arbeit geleistet. Ich ziehe meinen Hut vor euch!!!
 

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