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Das wundervolle Happy End von Hugo

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Ein wunderschöner Sonntagmorgen. Die Sonne scheint und der Kaffee schmeckt. Was jetzt noch fehlt, ist eine schöne Happy End Geschichte von einem unserer Fellnasen. Gesagt, getan - heute ist der Hugo dran, ein süßes kleines Kerlchen, der es richtig gut getroffen hat und nun ein glückliches Leben führt. 

Vielen tierlieben Dank für ein weiteres Happy End 
    von Hugo im neuen Zuhause
 
Davon können die Tierschützer auf Zypern und wir auch...

...nie genug bekommen und freuen uns wieder sehr darüber!
 

 

 

 

 

                                                                                                                    

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Hugo

 

Hallo liebes Hundeliebe-grenzenlos Team,

hier schreibt euch Hugo. Ich wurde ja bei euch einfach abgegeben. Am 14.05.21 durfte ich dann in die Arme meiner neuen Familie nach Deutschland fliegen. Ein großes Dankeschön geht an euch, dass ihr mich aufgenommen und an meine nun Herzensmenschen vermittelt habt. 

Ich möchte euch ein bisschen von meiner ersten Zeit in Deutschland erzählen.

Wie alles begann...

Meine Mama und mein Papa haben sich schon lange einen Hund gewünscht. Sie überlegten und rechneten hin und her. Passt es mit der Zeit und mit dem Geld? Denn man muss schon sagen, dass man es sich gut überlegen muss, ob man sich einen Hund zulegen kann und diesem dann auch gerecht werden kann. ‼️ Schlussendlich kamen sie zum Glück zu dem Schluss, das alles passt. Und sie wünschten sich nichts sehnlicher als einen eigenen Hund. Eine eigene Aufgabe in der sie wachsen können.

Dann war natürlich die Frage für meine Eltern welcher Hund es sein sollte.  Einer vom Züchter? Welche Rasse? Einer aus dem Tierheim?... Doch zum Glück hatte meine Mama eine liebe Freundin , welche ihr eure Organisation empfohlen hat. 

Mama und Papa schauten sich dann auf eurer Seite mehrere Hunde an und haben sich für zwei beworben. Da ist es aber nix geworden und die beiden sind zu zwei anderen tollen Familien geflogen. Als sie mich entdeckten waren sie hin und weg. Meine Mama sagte dann: "Für Hugo bewerben wir uns, er ist echt ein Traumhund.  Das ist der letzte Versuch, sonst versuchen wir es wo anders oder später nochmal."

Und wie es das Schicksal wollte, meldete sich die Vermittlerin bei meinem Eltern und alles klappte und passte. Die Freude riesengroß. 
Im Shelter in Zypern habe ich die Welt nicht mehr verstanden, da mich einfach eine Frau abgegeben hat. Dort wusste wusste und ahnte ich noch nix, was auf mich zukommen würde. Dabei ging es bei Mama und Papa in Deutschland schon rund. 

Sie kauften und bestellten ganz viele Sachen.  Informierten sich über alles was man bei der Hundehaltung beachten muss. Meldeten mich bei der Steuer, der Versicherung und bei Tasso an. Viele organisatorische Sachen mussten erledigt werden.

Doch bald ging es bei mir in Zypern auch rund.

Ich wurde auf Mittelmeerkrankheiten getestet, gechipt, geimpft, entwurmt und kastriert. Bei meinen Eltern stieg die Vorfreude immer weiter an.  Auch mussten meine Eltern ein paar Tage vor der Ankunft für mich vorkochen, damit ich die Umstellung auf mein neues Futter gut vertrage.

Und dann ging es auch schon an den Flug. Am 14.05.21 ging es für mich super zeitig los. Ich war ganz verwundert, dass ich so zeitig geweckt wurde. Dann ging es in eine Kiste und ich flog erst von Zypern nach Athen und dann von Athen nach Frankfurt. War das eine anstrengende Reise  so eine Lautstärke, ich denke fliegen will ich nie wieder. Aber zum Glück waren ein paar Kumpels mit dabei. Doch auch die wussten nicht was losging. 

Aber auch für Mama und Papa ging es ganz zeitig los, denn sie hatten 4h Fahrtweg bis nach Frankfurt, wo sie mich abholten. 

Mein Flug landete planmäßig 10.15 Uhr am 14.05.21 in Frankfurt, doch damit war der ganze Stress noch lange nicht vorbei. Ich musste noch durch den Zoll und zu meinen neuen Eltern geschoben werden. 

Meine Mama und mein Papa waren schon ca. eine Stunde vorher da und erwarteten mich schon mit großer Vorfreude. 

Als es dann endlich losging und ein paar Transportkisten geöffnet wurden und meine Kumpels schon zu ihren Eltern laufen konnten, wurde ich furchtbar nervös. "Was wenn ich hier bleiben muss? Hey ich muss auch hier raus. Ich will die Welt entdecken! Bitte lasst mich nicht zurück." All diese Sachen schossen mir durch den Kopf.  Und ich fing an zu bellen und konnte gar nicht mehr aufhören bis endlich auch die Tür meiner Transportbox aufging. 

Und dann ging endlich auch meine Tür auf. 

Ich war so aufgeregt, dass ich gar nicht wusste wo ich hinschauen und hinlaufen sollte. 
Zwei Menschen knieten vor meiner Transportkiste. Ganz viele Leute liefen um uns herum. Manche schauten uns zu.
Es war furchtbar laut.  Bei jedem Geräusch zuckte ich und ich bekam Panik. Zum Glück waren die zwei Menschen schnell und haben gleich ein Panikgeschirr um mich geschnallt. Das haben wir aber dann nochmal gewechselt, weil das erste etwas groß war. Mit meiner Mama ging es dann zu einer Decke bei der Papa schon wartete. Die Decke und das Wasser interessierte mich in dem Moment überhaupt nicht. Ich musste überall hinschauen, alles beschnuppern und der Lautstärke entfliehen. Ganz oft sprang ich in die Leine und drehte mich in der Luft so aufgeregt war ich.

Ich glaube für Mama war das nicht so einfach, aber sie hat mich nicht losgelassen.  Doch dann schnüffelte ich etwas  Reis mit Hähnchen. "Haben das meine neuen Eltern für mich gekocht? Wie lecker!", dachte ich und schlang alles hinunter. 

Als ich dann alles aufgegessen hatte, packten meine Eltern auf einmal alles weg. 
Ich war wieder richtig verstört und verängstigt von dem ganzen Lärm und wollte nur nichts wie weg. Wir liefen dann ein Stückchen.
Über eine Straße, über ein paar Fußgängerüberwegen, ein paar Treppen hoch und runterund dann zu einem Parkhaus.

Dort hielten wir an einem Auto an und mich hob mein Papa ins Auto auf die Rücksitzbank. Ich beschnupperte alles und stellte fest, das kenne ich nicht. Ich bekam wieder mir der Angst zu tun und suchte einen Ausweg. Doch dann stieg meine Mama mit ein und fing an mich zu streichen. Es dauerte etwas bis ich mich beruhigte, aber ich war auch so geschafft von dem langen Tag, sodass ich dann mit dem Kopf auf Mamas Schoß einschlief.

Auf dem Weg nach Hause bin ich ein paar mal aufgewacht und war etwas aufgeregt. Aber die Aufregung war erst so richtig groß als das Auto endlich nach ca 4,5h Fahrt anhielt. Wo waren wir jetzt? In meinem neuen Zu Hause? Dort sind wir erst eine kleine Runde gelaufen und ich musste alles richtig beschnuppern. Dann zeigte mir Mama die neue Wohnung in der ich wohnen sollte. Wow sowas habe ich noch nicht gesehen und vor allem auch keine eigene Familie oder ein eigenes Hundebett. 

Mir hat es auf Anhieb super zu Hause gefallen. Die Zeit bis jetzt war für mich ziemlich aufregend, aber auch anstrengend. Der Flug, die Klimaumstellung (vor allen der Regen gefällt mir hier in Deutschland nicht so gut, aber zum Glück hat Mama einen Regenmantel besorgt, damit traue ich mich raus), das Leben in einer Wohnung, täglich spazieren gehen, neue Menschen und gaaaaaanz viele neue Eindrücke. Heute zum Beispiel habe ich ein paar Schafe getroffen. Das war soo aufregend. Aber vor vielen neuen Dingen hatte ich auch Angst. Daran arbeiten wir aber täglich und ich werde immer mutiger, sagt Mama. Sie ist richtig stolz auf mich. 

Nach nun etwas mehr als einem Monat habe ich mich schon super eingelebt. Ich gehe gerne spazieren und renne sowie springe gerne. Mama meinte, dass sie mich in der Hundeschule und beim Hundesport anmelden möchte. Darauf freue ich mich schon. Außerdem liebe ich es auf dem Sofa mit meiner Mama zu kuscheln.  

Mama sagt immer, ich bin ein so braver und lieber Kerl. Sie könnte sich ein Leben ohne mich gar nicht mehr vorstellen. Schließlich habe ich schon in den ersten Tagen ihr Herz im Sturm erobert. :D

Nun bin ich erstmal müde von dem ganzen erzählen und gehe schlafen mit Mutti. Danke für alles! 

Liebe Grüße

Hugo

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Kommentare  

 
#2 HugoMaria, Riecken 2021-07-11 20:10
Das ist eine sehr schöne und lange Geschichte und genau so ist das auch für alle Fellnasen und für die Menschen die hier auf ihre Hunde warten.
Vielleicht macht Deine Geschichte - lieber Hugo - den Menschen ein wenig Mut einen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren, und zwar auch mal einen etwas älteren Hund und nicht nur Welpen.
Diese Hunde sind so toll und so dankbar!
Versuchen Sie es!
Dir lieber Hugo weiterhin viel Freude mit Deiner Familie, bleib gesund und munter und habe ein langes sowie glückliches Hundeleben.
Liebe Grüße - Maria Riecken
 
 
#1 HugoAnja E. 2021-07-11 10:23
Diese Happy End Geschichte ist so rührend und einfühlsam geschrieben. Man muss sich wirklich mal in die Lage dieser Hunde versetzen, die in eine für sie ungewisse Zukunft fliegen, dem Lärm ausgesetzt, sehr verunsichert und voller Angst, was da mit ihnen passiert. Und dann die vielen neuen Eindrücke, die zu verarbeiten sind. ABER wie man bei Hugo nachlesen kann, hat er sich innerhalb kürzester Zeit, in gerade einmal 2 Monaten, supergut eingelebt. Er sieht happy und rundum zufrieden aus dank seiner lieben und sehr verständnisvollen Familie, die ihm die Zeit gibt, die er braucht. Er hat das große Los gezogen. Weiterhin so viel Glück miteinander :-) !
 

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