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Sandy Exley hat uns die Geschichte vom kleinen Hobo zugesendet und unsere Karin Then-Vennmann hat sie für uns übersetzt - Vielen lieben Dank dafür!

Am 6.Januar 2012 sahen mein Mann Phil und ich einen sehr geschwächten und abgemagerten Hund am Rand einer stark befahrenen Straße auf und ab laufen.

Er suchte verzweifelt nach etwas Essbarem und riss in seiner Not umherliegende Mülltüten auf. Wir sahen, dass er den Kadaver eines Tieres fraß, so nahe war der kleine Kerl dem Hungertod.

Es war ein kleiner Mischling aus Beagle und Jagdhund. Wir versuchten, ihn einzufangen, aber er hatte schreckliche Angst vor Menschen.

Am nächsten Tag entdeckten wir, wo er sich versteckte, weil wir dort immer mit unseren Hunden spazieren gehen. Er versteckte sich nämlich in einem verlassenen kleinen Wachhaus eines früheren Militärcamps. Wir kamen von nun an zweimal täglich und brachten Futter und Wasser in sein Versteck,  damit er um Himmels willen nicht mehr an der gefährlichen Straße nach Futter suchen musste. Weil der kleine Kerl solch fürchterliche Angst hatte, konnten wir nur aus einiger Entfernung sehen, dass er noch ein Welpe ist und auf einem Auge wohl erblindet ist.

Der Arme bestand nur aus Haut und Knochen und hatte Narben an Kopf und Rute. Wir legten eine alte Decke in seine Notunterkunft und stellten am nächsten Tag fest, dass er darauf geschlafen hatte, um sich zu wärmen. Im Januar sind die Nächte auf Zypern kalt und nass, und wir waren froh, dass er auf der Decke wenigstens ein wenig Wärme finden konnte. An jedem Tag, an dem wir ihn fütterten, konnten wir uns ein wenig mehr nähern und schließlich in einiger Entfernung bei ihm sitzen, während er fraß. Allmählich kannte er sogar das Geräusch unseres Autos und wartete neben seiner Notunterkunft auf uns.

Nach 5 Tagen war es geschafft, und wir konnten uns ihm so weit nähern, dass wir ein Foto von ihm machen konnten.  Und am 7. Tag durfte Phil ihn sogar sanft am Rücken streicheln. Was für ein Fortschritt!!

 

Tolle Neuigkeiten! Am 18. Januar 2012 machten wir uns ganz früh morgens mit einer Transportbox auf den Weg, um den kleinen Welpen einzufangen. Wie immer wartete er auf uns, und als er gierig sein Futter verspeiste, streckte Phil sanft seinen Arm nach ihm aus, nahm ihn in den Arm und setzte ihn schnell in die Transportbox.

Der Kleine wehrte sich nicht und war ganz ruhig auf dem Weg zu uns nach Hause.

 

Da das ARGOS-Shelter momentan wieder voll belegt ist mit vielen, vielen Hunden und deren Schicksalen, wollten wir dem Tierheim nicht noch zusätzlich die Verantwortung für einen traumatisierten Welpen zumuten. Aber gleichzeitig wussten wir, dass wir künftig dennoch auf Unterstützung von dort rechnen konnten.

Er lebt nun in Sicherheit bei uns. Unser Schützling hat seine eigene kleine warme Hundehütte vor Regen und Wind geschützt unter dem Carport. Aber merkwürdigerweise liegt er lieber in einem Hundebett aus Plastik unter dem freien Himmel als in seiner warmen und gemütlichen Hundehütte...

Wir haben ihn HOBO genannt, weil er so gerne im Freien schläft. Ein Hobo ist ein eigentlich ein amerikanischer Wanderarbeiter. Hobos sind meist heimatlos und nutzen Güterzüge, um durchs Land zu reisen und sich hier und dort mit kleineren Tätigkeiten etwas zu verdienen. Der Name schien uns passend für den kleinen heimatlosen Kerl... ;-))

Schon am ersten Tag bei uns  ließ es Hobo zu, dass wir ihn badeten, und obwohl er sichtlich Angst hatte, schien er zu wissen, dass wir nichts Böses mit ihm vorhatten.

Wir stellten ihn dem Tierarzt vor, der ihm seinen Zeckenschutz gab, die Wurmkur, die Krallen schnitt und vor allem sein blindes Auge untersuchte. Er bekam ein Medikament, um das Auge zu behandeln. Der Tierarzt ist der Meinung, dass Hobo vielleicht doch noch eine geringe Sehstärke auf dem Auge hat.

Wir erfuhren vom Tierarzt, dass Hobo wahrscheinlich erst 5 oder 6 Monate alt ist, wahrscheinlich in der 1. Augustwoche 2011 geboren. Er denkt, dass Hobo von einem Züchter ausgesetzt wurde, sobald er alt genug war, von der Mutter getrennt zu werden. Wahrscheinlich, weil sein Sehvermögen nicht gut genug war, um später als Jagdhund oder Zuchthund tauglich zu sein.

Beim Kontrolltermin beim Tierarzt nächste Woche wird Hobo zum ersten Mal geimpft werden.

Am Montag, den 23.Januar 2012, nahmen wir Hobo zum ersten Mal auf einen Spaziergang mit unseren eigenen 2 Hunden mit. Er trug anstandslos sein Geschirr, und an der langen Leine ging er sichtlich glücklich mit. Hobo wollte unbedingt mit den anderen Hunden spielen, aber unsere Hunde sind leider ein wenig eifersüchtig und wollten ihn nicht unbedingt mitspielen lassen... Schade.
Hobo liebt Autofahrten und genießt seine Nickerchen am Tage. Und wir haben begonnen, ihm zu zeigen, was so ein richtiges Welpenleben ist. Das hat er nie wirklich kennengelernt. Er rennt jetzt begeistert Bällen hinterher, kaut mit Hingabe auf Hundeknochen herum und spielt sogar mit seinem Kuscheltier.

Er kommt ins Haus, wenn meine Hunde nicht da sind, aber er bleibt nicht lange. Er kann schon perfekt „Sitz“ (natürlich in Erwartung eines Leckerli) und hat Bekanntschaft mit unseren Katzen gemacht. Aber die sind ihm piep egal...

Wer hätte je gedacht, dass dieser kleine Welpe in dieser kurzen Zeit schon so viel Vertrauen aufbauen würde und so schnell unterschiedliche Dinge lernen würde?

Mein allergrößter Wunsch ist, dass er ein liebevolles Zuhause in Deutschland findet. Bei Menschen, die ihn schätzen und lieben und die vor allem verstehen, welches Trauma er schon in den ersten Monaten seines kurzen Lebens erleiden musste. Dann wird er schnell merken, wie gemütlich ein eigenes Kuschelkörbchen im Haus sein kann.

Was meinen Sie? Wunder KÖNNEN einfach geschehen!

 

Sandy Exley, ehrenamtliche Mitarbeiterin bei ARGOS

Kommentare  

 
#7 Hallo HoboAndrea Suchy 2012-01-31 12:22
Eine schöne Geschichte. Habe eben das traurige Ende von Boy mit Tränen in den Augen gelesen und bin froh, dass man wenigstens dem niedlichen Hobo helfen konnte. Hoffentlich findet der Kleine bald eine liebe Familie.
Ein großes Danke für die Arbeit der Tierschützer. Sie leisten wirklich unbezahlbares Glück und Gutes !!!
 
 
#6 HoboIngrid Klein 2012-01-30 22:54
Deine Geschichte erinnert mich ein wenig an die
Geschichte des kleinen Niemandshund Nicky.
Daher glaube ich fest daran,dass dein junges Leben sich
genauso wie das von Nicky, zum Guten wendet.

LG

Ingrid Klein
 
 
#5 Glücklicher HoboTanja Ruck 2012-01-30 16:02
Liebe Sandy, lieber Phil !

Wir kennen uns nicht, aber ich erlaube mir Sie in Gedanken zu Umarmen und zu Küssen. :oops:
Es ist einfach großartig daß es Menschen wie Sie gibt.

Ich wünsche dem kleinen Hobo ein baldiges Zuhause mit Menschen wie Sie es sind :D
 
 
#4 HoboSusanne Scheer 2012-01-29 14:29
Ja, du siehst ja wirklich klasse aus mit deinen großen Ohren! Dich möchte bestimmt jemand adoptieren, wenn du erstmal wieder bei Kräften bist. Denn, wer hat schon einen Hund, der beinahe fliegen kann. Süß! Wir drücken dir die Daumen.

Susanne Scheer und Theo
 
 
#3 süßes SchlappohrDaniela Blum 2012-01-29 10:08
Hallo süßer kleiner Hobo,

du siehst ja wirklich lustig aus, mit deinen großen Ohren :-)
Ich bin mir ganz sicher, hier in Deutschland hat sich schon ein ganz lieber Mensch in dich verliebt und du bald ausreisen darfst.
Geniese jetzt erst einmal noch deine Zeit bei Sandy und Phil und du wirst sehen, es wird klappen, ich drücke dir ganz fest die Daumen.

Alles Gute lieber Hobo
Du bist jetzt schon ein ganz Großer ;-)

Grüße aus Stuttgart

Daniela Blum
 
 
#2 Tapferer kleiner HoboKarin Then-Vennmann 2012-01-29 01:32
zitiere Jutta Schlotfeldt:
Hallo kleiner Hobo.
Ein Schutzengel hat dich nicht vergessen und dir Sandy und Phil geschickt. Nun bist Du gerettet...kleiner Mann mit Deinen grossen Ohren.
Wir werden ganz bestimmt ein Zuhause für dich finden.
Du musstest schon durch die Hölle gehen, aber jetzt wirst du es sehr viel besser haben, als deine Geschwisterchen.
Dein krankes Auge wird deine neuen Besitzer immer daran erinnern, was du kleiner Mann schon erleiden musstest.
Bald werden auch für dich ganz liebe Menschen anrufen, die noch einen Platz in ihrem Herzen für dich frei haben.
Ganz bestimmt!!!!
Jutta Schlotfeldt


Danke. liebe Frau Schlotfeldt, für Ihr Mitgefühl. Für Klein Hobo wird bestimmt auch die Sonne scheinen. Wir glauben ganz fest daran.

LG

karin Then-Vennmann
 
 
#1 Kleiner HoboJutta Schlotfeldt 2012-01-28 23:16
Hallo kleiner Hobo.
Ein Schutzengel hat dich nicht vergessen und dir Sandy und Phil geschickt. Nun bist Du gerettet...kleiner Mann mit Deinen grossen Ohren.
Wir werden ganz bestimmt ein Zuhause für dich finden.
Du musstest schon durch die Hölle gehen, aber jetzt wirst du es sehr viel besser haben, als deine Geschwisterchen.
Dein krankes Auge wird deine neuen Besitzer immer daran erinnern, was du kleiner Mann schon erleiden musstest.
Bald werden auch für dich ganz liebe Menschen anrufen, die noch einen Platz in ihrem Herzen für dich frei haben.
Ganz bestimmt!!!!
Jutta Schlotfeldt
 

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