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Große Renovierungsaktion im Shelter von Eleni - Teil 1

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Liebe Hundefreunde,

irgendwo im Nirgendwo, ein wenig abseits der großen Hafenstadt Larnaca, steht inmitten der Einöde eine trostlose Ansammlung alter, verrosteter Käfige, an denen Eisenketten mit Vorhängeschlössern hängen und die zum Schutz gegen die Witterung in einen Mantel aus dünnem Wellblech eingehüllt wurden.

Diese desolate Konstruktion ist ein Shelter für Hunde in Not und gehört einer Zypriotin namens Eleni, die so schwierig und eigenbrötlerisch sein soll, dass keiner der dort ansässigen Tierschützer gewillt ist mit ihr zusammenzuarbeiten.

Auch sagte man uns, dass sie zwar einerseits alles für die Hunde tut, wie z.B. ausgesetzte Fellnasen von der Straße zu retten, sie in ihr kleines Tierheim aufzunehmen und sie sogar auf eigene Kosten behandeln lässt, jedoch andererseits bei Überfüllung …und ja auch in ihrem kleinen Tierheim ist leider meistens jeder Platz belegt... anfängt ihre Schützlinge zum Tierarzt zu bringen, damit sie dort eingeschläfert werden.

   
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Wir lernten dann, so wie es das Schicksal offensichtlich geplant hat, unsere Susi Peros kennen die uns sofort erzählte das sie Eleni in ihrem kleinen Tierheim schon seit einiger Zeit helfend zur Hand gehen würde, denn die armen Hundeseelchen dort würden ganz dringend Hilfe benötigen.

So bekamen wir nur kurze Zeit später erste Bilder, auf denen man viele notleidende Fellnasen sehen konnte, die in einer sauberen Anlage traurig aus kleinen Zwingern herausschauten.

Überwältigt von all der Not die Susi nun täglich vor Augen hatte und sehr wohl wissend, dass Eleni für sich entschieden hat, die Schützlinge für die sie meint nichts weiter tun zu können einschläfern zu lassen, damit Platz für die nächsten armen Fellnasen vorhanden ist, bat sie uns ihr zu helfen, um wenigstens ein paar der unzähligen Schnuffel in Not, die Chance auf ein artgerechtes Leben ermöglichen zu können.

Langsam aber beständig wurde die Zahl der Hunde die eingeschläfert werden sollten kleiner und kleiner....

   
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Mittlerweile konnten wir bereits wunderbaren 271 Hunden aus Elenis Shelter zu ihrem Glückprettyshamrock verhelfen.

Jeder einzelne dieser kostbaren Seesterne lebt und hat dank unserer 2012 begonnenen Zusammenarbeit, ein neues Zuhause finden können!:o)

Auf den Bildern, die uns Susi regelmäßig für die Webseite mailt, konnten wir deutlich erkennen, dass Elenis Zwinger dringend einmal repariert werden mussten.

Der Fußboden des Shelters ließ sich aufgrund der porösen von Rissen und Löchern durchzogenen Oberfläche nur sehr schwer reinigen und eine dringend notwendige Desinfektion des Bodens war überhaupt nicht möglich. Weshalb leider in regelmäßigen Abständen immer wieder Parvovirose-Infektionen ausbrachen.

90% aller Welpen die an Parvovirose erkranken überleben dies nicht. Und obwohl Eleni sehr korrekt ist und genauestens auf Impfungen und Entwurmungen achtet, konnte sie die Ausbrüche trotz aller Bemühungen nicht verhindern.

   
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Wir 'Technikverwöhnte, ständig wie selbstverständlich Schalter umlegende, an Reglern schiebende und Knöpfen drehende Warmduscher' vergessen gern, was es tatsächlich bedeutet tagein, tagaus ein Tierheim zu betreuen, in dem es nicht einen einzigen Stromanschluss gibt, wo das Wetter bestimmt ab wann das Licht ausgeht und wo es kein –für uns ebenfalls alltägliche Selbstverständlichkeit- fließendes Wasser gibt.

Das Bedürfnis, Eleni, Susi und ihren Hunden zu helfen, die Umstände unter denen sie tagtäglich ihre Tierschutzarbeit leisten möglichst bald zu verbessern, wurde von Tag zu Tag immer größer und so entstand langsam aber sicher ein ganz konkreter Plan der u.a. die Reparaturen sämtlicher Zwinger sowie der dazugehörigen Bodenfläche beinhaltete.

Als wir Susi dann erzählten was wir vorhatten, war ihre Begeisterung groß und sie freute sich wirklich sehr.

Jedoch gab sie zu bedenken, dass sie es wahrscheinlich gar nicht so einfach haben würde einen einheimischen Handwerker aufzutreiben der willens ist zu irgendwelchen HUNDEN in den Zwinger zu steigen, um dort Reparaturen vorzunehmen. Sie konnte sich nicht vorstellen, auch nur einen einzigen Zyprioten zu finden der dazu bereit wäre.

Doch sie gab nicht auf und fand schließlich zwei nette Herren aus England, die sich bereit erklärten die anliegenden Arbeiten auszuführen.

   
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Ein Generator wurde ausgeliehen und los ging's, es wurde gebohrt, gehämmert und geschweißt. Leitern wurden angeschleppt und Metallstangen zusammengeschweißt.

Die Hunde gaben allseits ihr Bestes diese seltsamen unbekannten Unruhestifter bis in die Wüste zu verbellen und auch Eleni nervte all der Lärm und Stress sehr.

Doch irgendwann fingen die Handwerker tatsächlich doch an ihre sieben Sachen wieder zusammenzupacken und als Eleni dann nachdem sich auch das letzte Staubwölkchen verzogen hatte endlich in Ruhe das Ergebnis anschauen konnte, erstrahlte sie voller Freude übers ganze Gesicht.:o)

Mit Susis Hilfe hat sie sogar ein kleines Video für uns aufgenommen in dem sie sich für die Renovierung bedankt und dann hat Susi noch einmal gefilmt wie sie langsam durch das frisch renovierte Shelter geht:

   
   
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Sie versorgte die Männer mit Essen und Getränken und freute sich sichtlich über die geleistete Arbeit.

Durch die neuen Türen fiel der alte rissige Fußboden jetzt natürlich noch deutlicher auf und so begannen die Männer am darauffolgenden Tag gleich damit einen Zwinger nach dem anderen zu begradigen…

Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.:o)

Was vorher unmöglich oder nur sehr schwer zu bewältigen war stellt endlich kein Problem mehr dar! Alle Zwinger lassen sich jetzt ganz normal reinigen, komplett auswischen und was ja das Wichtigste war – endlich auch gründlich desinfizieren!

   
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Sicherlich fehlt es noch immer an Vielem, aber der nächste wichtige Schritt wird jetzt erst einmal die Anbringung eines Stromanschlusses im Shelter sein. Dieser könnte z.B. von einer auf dem Dach befestigten Solaranlage gespeist werden.

Es fehlt auch noch ein sogenannter 'Grooming Room'. Ein trockener abschließbarer Raum, in dem die Hunde dann geschoren, gebadet, geföhnt und auf Parasiten untersucht werden können. Auch Hundefutter für das es bisher keine sichere Unterbringungsmöglichkeit gibt, könnte dann endlich direkt im Shelter gelagert werden.

Als Highlight der Renovierungsaktion würden wir uns wünschen, Eleni, Susi und den Hunden mithilfe von LED's ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen....

Bisher sind dies allerdings lediglich Gedankenspiele, aber wir arbeiten daran Helfer zu finden, und wer weiß mit ganz viel Glück könnte unser Wunsch ja möglicherweise sogar noch in diesem Jahr, oder Anfang nächsten Jahres in die Tat umgesetzt werden...

   
Wir werden Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.....
 
Anmerkung: In den Tötungsstationen Polimedia und Ypsonas dürfen wir, da diese staatlich geführte Einrichtungen sind leider keinerlei Renovierungs- und/oder Ausbesserungsarbeiten vornehmen...
 
   

Liebe Grüße

Eure Frauke Neumann

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Kommentare  

 
#6 Elenis ShelterBrigitte Möller 2014-11-21 23:41
Wirklich eine tolle Aktion und ein schöner Bericht mit eindrücklichen Bildern! Nun kann man sich die Situation in diesem "kleinen" privaten Tierheim viel besser vorstellen..........und auch die mühevolle Arbeit da draußen in der Wildnis. Als "Ein-Frau-Betrieb" ist das schon eine enorme Leistung........alle Achtung!! Und die Freude über die Neuerungen und die damit verbundenen Erleichterungen scheint doch seeehr groß zu sein. Ich wünsche den Tierschützerinnen vor Ort alle nur mögliche Unterstützung!

Liebe Grüße nach Zypern von Brigitte aus Flensburg
 
 
#5 DankeSusanne Peros 2014-11-21 21:39
moechte mich ganz, ganz herzlich dafuer bedanken , das die so sehr dringenden Reperaturarbeiten moeglich gemacht wurden.Habt ihr gut gemacht Hundeliebeteam und all die tierlieben Spender.Es ist einfacher nun, hygienischer fuer die Hunde und auch ungefaehrlicher, da man immer Angst haben musste eine der verrosteten Tueren faellt einem auf den Kopf, oder auf die Hunde. Da ich die Hunde die vermittelt werden nicht mitzaehle, war ich einfach ueberwaeltigt von der Zahl derer die es geschafft haben. Das gibt Mut zum Weitermachen. Danke und LG Susi. Auch von Eleni, Danke und LG
 
 
#4 EleniMarlies Kratzsch 2014-11-21 20:25
Super,wir freuen uns sehr für Eleni,Susi und die Schnuffis. Danke an die tollen Helfer vor Ort.
 
 
#3 Ein großes Danke...Tosten und Simone 2014-11-21 15:58
... an alle Beteiligte! Ich bekomme jedesmal Gänsehaut und würde am liebsten ALLEN helfen wollen - vor allem auch auf Grund der Tatsache, dass sich so wenige Menschen überhaupt für die Tiere interessieren (siehe Handwerker)! Das ist mir einfach schleierhaft!
Und die wenigen Menschen mit ❤️, die müssen dann übermenschliches erbringen und ertragen! Respekt.
 
 
#2 Schritt für Schritt...Ulrike Lang 2014-11-21 12:46
Danke für diesen Bericht und die Bilder dazu. So kann man sich die Situation in Elends Tierheim viel besser vorstellen. Ich dachte nicht, dass die Anlage so groß ist und muss jetzt sagen: Respekt vor der alten Dame, dass sie, bevor ihr Susi Peros zu Hilfe kam, unter diesen schwierigen Bedingungen so viele Hunde alleine und so gut es ihr möglich war, versorgt hat.
Sie freut sich sichtlich über die Neuerungen.

Gewiss erschrickt man, wenn man hört, dass auch Hunde eingeschläfert wurden, aber -auch wenn uns das traurig stimmt - zu einer gewissen "Auslese anhand der vermuteten Vermittelbarkeit" sehen sich bei der ungeheueren Menge der Tiere in Tötungsstationen alle Tierschützer im Ausland gezwungen. So retten sie den einen Hund und lassen den anderen mit blutendem Herzen zurück.

Das ist, denke ich, eine der am schwersten zu ertragenden Entscheidungen für jeden Tierfreund.
Wie sollten wir darüber urteilen, ohne jeweils die genauen Umstände zu kennen?

Deshalb mein Dank an die Menschen in der ersten Reihe: Eleni, Susi, Lana und alle ihre Helfer, sowie an Hundeliebe-grenzenlos und alle Unterstützer des Vereins. Schritt für Schritt wird vieles besser- zum Wohle unserer Freunde, der Hunde.
 
 
#1 Eleni und SusiHartmann 2014-11-21 11:56
ich freu mich für Eleni und Susi..... die Zwinger sehen natürlich viel schöner aus ... jetzt drücke ich ganz fest die Daumen damit noch vieeel mehr Seesternchen gerettet und vermittelt werden !!!
Zwinger bleibt eben Zwinger :sad:

Aber trotzdem meinen großen Respekt den beiden netten Herren die es in die Hand nahmen und Eleni und Susi die Arbeit somit erleichtern, davon sollte es viel mehr Helfer geben
 

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