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Seit November 2011 haben meine Tierschutz-AG und ich zwei neue Patenhunde aus dem ARGOS-Shelter.

Die Auswahl sollten die Schüler treffen, schließlich hatten sie mit ihrem Kuchenverkauf zugunsten des Tierschutzes ja auch einen entsprechenden Gewinn erzielt.

Lange schauten wir uns gemeinsam auf der Argos Website die Fotos von möglichen Patenhunden an und gerieten ins Grübeln.

Oh je, am liebsten alle nehmen. Aber das ging ja leider nicht.

 

Wir suchten zwei Hunde, die auf Zypern aufgrund ihres Schicksals kaum eine Chance auf Vermittlung haben, wohl aber bei ganz speziellen Menschen in Deutschland.
Ermutigt hatte uns, dass unser Patenhund Jarvis (rechts im Bild) aus dem ARGOS-Shelter nach langem Warten im Herbst 2011 über Hundeliebe-grenzenlos in Norddeutschland zunächst eine ganz liebe Pflegemama und nach kurzer Zeit eine eigene Familie gefunden hatte, in der er nun glücklich lebt.

Zusammen mit einer ebenfalls dreibeinigen Hundekumpeline blüht er auf und genießt sein neues Leben. Seine liebe Pflegemama und sein neues Frauchen versorgen uns immer lieb mit neuen Fotos. Besser konnte es nicht laufen. Das machte uns sooo glücklich!!! Viele Hundefreunde nahmen regen Anteil an Jarvis Schicksal, man kann sogar von einer kleinen Fangemeinde sprechen.
Schließlich fiel unsere Wahl auf Pedro, über den wir an anderer Stelle berichten werden, und auf eine Hündin namens Maisie. Es ist nicht die arme Maisie, die gerade als Notfall  auf der website von Hundeliebe steht. Sie tragen nur zufällig denselben Namen und haben gemeinsam ein schweres Schicksal.

Was den SchülerInnen und mir gleich auffiel, waren Maisies traurige Augen und ihre majestätische Schönheit. Wir verliebten uns in Maisie. Sie wurde unser Patenhund, dies haben wir inzwischen schwarz auf weiß anhand einer wunderschönen Patenschaftsurkunde, die uns Sandys Kollege aus dem ARGOS, der unermüdliche Nicos Kountouris, geschickt hat.


Wir nennen sie inzwischen Princess Maisie Shy, die schüchterne Prinzessin Maisie.

Sandy Exley hält uns über alle Neuigkeiten unseres Schützlings auf dem Laufenden, und davon gab es viele in der kurzen Zeit. Ich bat Sandy, doch einmal die Geschichte von Princess Maisie Shy aufzuschreiben.

 

Karin Then-Vennmann

 

 

Hier nun der Bericht von Sandy Exley übersetzt von Karin Then-Vennmann, vielen lieben Dank dafür!

 

Maisie kam 2010 ins ARGOS-Sanctuary. Sie wurde von Ritsa, der Vizepräsidentin des ARGOS,  aus einer Tötungsstation gerettet. Maisie stand auf der Liste der Todeskandidaten. Nur wenige Tage vor dem schrecklichen Termin holte Ritsa sie dort raus. Maisie war eine sehr abgemagerte, verängstigte und traumatisierte Hündin.
Sie hatte große Angst vor Menschen und auch vor anderen Hunden. Fast wie ein Einsiedler lag sie am liebsten alleine in der Sonne, wollte bloß weit weg von Menschen und anderen Hunden. Da es nie genug ehrenamtliche Helfer im ARGOS gibt, hatte natürlich niemand viel Zeit mit diesem armen unglücklichen Geschöpf zu verbringen. Und so zogen viele Monate ins Land, und die Chancen, dass jemand diese schüchterne Hündin adoptieren würde, waren gleich null. Wenn jemand sich dem Gehege näherte, um sich die Hunde anzuschauen, verschwand sie sofort.

Der einzige Mensch, den Maisie an sich heran ließ war Ray, der die Hunde täglich füttert. Sie verschlang ihr Futter und verschwand dann schnell wieder.
Die Tierarztbesuche wegen der notwendigen Impfungen und die Kastration müssen schrecklich für sie gewesen sein. An Tagen, an denen es ganz ruhig, heiß und sonnig war, wagte sich Maisie in den vorderen Bereich des Auslaufs und legte sich auf das Dach einer schattigen Hundehütte. Bei diesen seltenen Gelegenheiten gelang es den diensthabenden ehrenamtlichen Helfern ab und zu, sie zu streicheln, ohne dass sie gleich flüchtete.

Und dann sahen Karin und ihre SchülerInnen Maisie auf der ARGOS website und machten Maisie (und Pedro) zu ihren Patenhunden, zwei von rund 160 Hunden, die Hilfe dringend nötig hatten.

 

 

Und so begann die Arbeit…

 

Maisie war noch immer schrecklich dünn, und ich befürchtete, dass sie nicht ganz gesund war.

Mit Erlaubnis der Tierheimleitung brachte ich sie zur Blutuntersuchung zum Tierarzt. Ergebnis: Maisie hatte Ehrlichiose. Gut behandelbar, ohne Behandlung tödlich. So zog Maisie in die Quarantäne-Station um, wo kranke Tiere während der Behandlung untergebracht werden und bekam Medikamente gegen ihre Krankheit.

Dort gefiel es Maisie, es war ruhig, keine anderen Hunde, die sie bedrängten, aber sie wurde nicht zutraulicher und versteckte sich noch immer, wenn sich jemand näherte.
So beschloss ich, täglich mit ihr kleine Spaziergänge an der Leine zu unternehmen. Das war leichter gesagt als getan. Ihre Angst vor der Welt da draußen war so groß, dass ich sie tragen musste, denn sie wollte ihr sicheres Versteck nicht verlassen. Nach ein paar Tagen wurde es besser, aber sie wollte auf gar keinen Fall durch das Eingangstor des Tierheims.

Wir brauchten also jemand, der mehr Zeit mit ihr verbrachte als ich es konnte. Der Zeit hatte, einfach bei ihr zu sitzen, mit ihr zu sprechen und ihr Vertrauen zu gewinnen.

Die Retter fanden sich glücklicherweise: Viv und Martin. Ihr eigener älterer Hund war vor einiger Zeit verstorben.
Sie hatten beschlossen, dass sie ihre Freizeit als Pflegeeltern von bedürftigen Hunden aus dem ARGOS-Shelter verbringen wollten. Als ich ihnen von Maisie erzählte, waren sie Feuer und Flamme und wollten sie sofort mit nach Hause nehmen, um sich um sie zu kümmern. So wurde Maisie am 3.Januar 2012  mit Hilfe von reichlich gutem Zureden ins Auto gepackt und zu Viv und Martin nach Hause gebracht. Sie war nervös, aber machte sich interessiert auf Entdeckungstour im Haus.

Aber nur einige Stunden später bekam sie Panik. Nachdem sie die Katze von Viv und Martin im Garten erspäht hatte, sprang sie über die hohe Grundstücksmauer.

Das geschah am späten Nachmittag, es wurde allmählich dunkel. Viv und Martin sahen sie auf einem Feld in der Nähe ihres Hauses, aber sie hatte so große Angst, dass alle Versuche, sie einzufangen, vergebens waren. Ab etwa 17 Uhr halfen mein Mann Phil und ich auch bei der Suche. Einen schwarzen Hund im Dunkeln zu finden war nahezu unmöglich. Aber wie der Zufall es so wollte, entdecken wir im Licht einer Taschenlampe zwei leuchtende Augen auf einem Feld. Wir hatten Maisie gefunden!

Langsam näherten wir uns ihr, riefen ihren Namen und redeten behutsam auf sie ein. Aber bevor wir ganz in ihre Nähe kamen, flüchtete sie, und wir verloren sie aus den Augen. Nach einer weiteren Stunde  brachen wir dann die Suche enttäuscht ab. Wir beschlossen, uns am nächsten Morgen ganz früh erneut auf die Suche zu machen und hofften natürlich, dass sie dann noch immer in der Nähe sein würde.
In der Morgendämmerung entdeckte Viv Princess Shy in demselben Feld. Sie lag versteckt in einer Kuhle. Uns kam dann der Gedanke, dass Ray, der sie im Tierheim jeden Morgen fütterte, vielleicht der ersehnte Retter sein könnte. 10 Minuten, nachdem sie ihn dann gesehen und erkannt hatte, kroch sie dann ganz langsam auf dem Bauch zu ihm und wedelte mit dem Schwanz. Wunderbar!

Eines war klar, alles war zu schnell für Maisie gegangen. Es war gut gemeint, aber Princess Shy war einfach mit den vielen neuen Eindrücken überfordert.

Viv und Martin (rechts im Bild) beschlossen, nicht aufzugeben und von nun an jeden Tag ins ARGOS zu gehen, um ganz allmählich Maisies Vertrauen zu ihnen aufzubauen, bevor sie sie endgültig in Pflege nehmen würden.
Seit einiger Zeit begrüßt Maisie Viv und Martin freudig in ihrem Auslauf, steigt in ihr Auto ein, lernt das Autofahren kennen und das Spaziergehen.

Letztes Wochenende verbrachte Maisie 2 Tage und eine Nacht bei den beiden, und sie konnte erneut das Haus erkunden. In den kommenden Wochen wollen Viv und Martin das immer wieder probieren, damit Maisie ihre Anspannung verliert und ganz, ganz allmählich Vertrauen aufbaut und auch die Katze nicht länger als Bedrohung empfindet.

Princess Maisie Shy

 

Viv und Martin hoffen, dass Maisie Ende Februar als Pflegehündin bei ihnen einziehen kann und dann all die Liebe und das Verständnis bekommen kann, die sie so sehr verdient.

Maisie, die schüchterne Prinzessin, hat schon viele wichtige Fortschritte gemacht, und wir vertrauen einfach darauf, dass sie diesen positiven Weg der Entwicklung weiter gehen wird.

Wir hoffen inständig, dass sie einmal ein ruhiges Zuhause findet, das Verständnis für sie aufbringen wird und ihr hilft, ihre kleine Hundeseele zu heilen.

 

Sandy Exley, ehrenamtliche Mitarbeiterin im ARGOS-Shelter

 

Es sind übrigens Viv und Martin, die kürzlich Sandys kleines Findelkind Hobo adoptiert haben, auch in der Hoffnung, dass der kleine Welpe Maisie eine Stütze sein wird.....oder umgekehrt. Wer weiß...? Zwei zarte Seelen auf dem Weg der Heilung.

Danke Viv und Martin!!!

Wir hoffen, dass Princess Maisie Shy i r g e n d w a n n  soweit sein wird, dass sie bei Hundeliebe-grenzenlos auf der Vermittlungsliste stehen und dann ein ganz besonderes Zuhause bei uns in Deutschland finden wird.

 

Karin Then-Vennmann

 


Kommentare  

 
#5 Schon so viele Wunder sind geschehenKarin Then-Vennmann 2012-04-30 14:54
Nach langem Verharren in Starre, gefangen in ihrer Angst - ohne Aussicht auf Leben und Freude - ist Maisie Princess Shy nun ganz allmählich zu neuem Leben erwacht.

Als wir sie als unsere Patenhündin auswählten, erhörte Sandy unsere Bitte und nahm sie unter ihre Fittiche. Dann fügte es sich dank ihrer Pateneltern Viv und Martin (siehe Berichte), dass Maisie nun bereit ist, ein liebevolles Zuhause in Deutschland zu finden.

Wir wünschen uns so sehr, dass es ganz verständnisvolle liebe Menschen gibt, die ihr Zeit lassen und auf sie eingehen.

Diese wunderschöne Prinzessin wird dann in ihrem ganzen Glanz erstrahlen, wenn sie merkt, dass sie in Sicherheit ist.

Das ist unser ganz großer Wunsch für Maisie Princess Shy. :-)

Ganz liebe Grüße

von Karin Then-Vennmann mit ihrer Tierschutz-AG
 
 
#4 Maisie Princess ShySandra Exley 2012-04-15 17:59
I would like to report on our Maisie's (Princess shy) progress. A few weeks ago she came with the foster Mum and Dad our my home to walk with our dogs and to stay for a few hours. To experience a different place and new surroundings. I am so happy to tell you that Maisie has made such big steps and is now ready to have a new forever home. Of course her new family will have to understand that she will always be a little nervous of new sitiuations because we do not know how deep her fear was from a past life. But she is loyal and loving to those who care for her. She loves the company of other dogs and is no longer afraid of cats. Maisie has put on weight and her coat is shiny and her tail wags again. The light has returned to her beautiful brown eyes and we hope that someone in Germany will take her into their hearts and home soon.

With greetings from Cyprus. Sandy from ARGOS Shelter
 
 
#3 Ganz, ganz kleine SchrittchenKarin Then-Vennmann 2012-02-13 00:26
macht unsere Princess Maisie Shy in Richtung Besserung.

Sandy hat sie im Hundehotel des ARGOS-Shelter untergebracht, wo es viel ruhiger zugeht als in den Pens.

Maisie hat ein wenig zugenommen und hat ein glänzendes Fell bekommen. Was für ein Wunder!!!

Sogar ihre Augen haben ein wenig von der alten Traurigkeit verloren.

Das macht uns unendlich froh.

Bald wird Princess Shy bei Viv und Martin als Pflegehündin einziehen können.

Gewiss wäre Maisie im ARGOS nicht verhungert, aber sie war kurz davor, sich aufzugeben vor lauter Angst.

Wie gut, dass meine Schüler sich mit gutem Bauchgefühl für sie entschieden haben und sie dank Sandys Unterstützung die Hilfe bekommen konnte, die sie so sehr verdient.

LG

Karin Then-Vennmann
 
 
#2 Princess Maisie ShyMonika Tietz 2012-02-12 12:32
Liebe Freunde von Maisie,

hier wird von der verlassenen Hündin mit den traurigen Augen berichtet, die durch Erlebtes und Erlittenes traumatisiert, das Vertrauen zu den Menschen und sich selbst verloren hat.

Wir können die zu Herzen gehende Geschichte dieser armen Seele verfolgen; wir lesen, wie sich tierschutzbegeisterte Schüler gemeinsam mit ihrer Lehrerin für gerade diese Hündin einsetzen und einen Stein ins Rollen bringen. Wir erfahren, wie Tierschützer auf Zypern alles tun, um Maisie das Vertrauen in die Menschen wiederzugeben.
Bei ihr laufen nun die Fäden zusammen, die den Weg in ein angstfreies Leben ermöglichen sollen.
Viele helfen dabei mit, schenken ihr Aufmerksamkeit und Beachtung, liebevolle Fürsorge und Pflege und bereiten sie durch einfühlsames Heranführen an das Zusammenleben mit Menschen vor, die es jetzt gut mit ihr meinen.

Auch wenn der Weg noch weit ist, wollen wir Maisie wünschen, daß das gemeinsame Bemühen Früchte trägt und sie hoffentlich bald ihr Ziel erreicht: ein glückliches Hundeleben mit ihrer eigenen Familie in einem neuen Zuhause!

Es wäre so wunderbar, eines Tages Maisies Happy-End-Geschichte zu lesen!

Liebe Grüße
Monika Tietz




I
 
 
#1 Princess Maisie ShyDaniela Blum 2012-02-11 12:13
Liebe Schüler der Tierschutz AG,
Liebe Frau Then-Vennmann,

ich habe eben die Geschichte von Eurem Patenhund "Princess Shy" gelesen...
Ich finde es so toll, daß ihr Euch so für den Tierschutz einsetzt. Es ist eine traurig-schöne Geschichte und ihr werdet sehen, Maisie wird es schaffen ihre Angst zu überwinden, das Leben in der Pflegestelle bei Viv und Martin wird ihr dabei helfen. Auch Hobo, das kleine, süße Schlappohr wird ihr eine Stüze sein, wenn man sieht, was aus ihm in so kurzer Zeit schon geworden ist.
Vielen Dank an die Terschutz AG, an Frau Then-Vennmann und natürlich an Viv und Martin.

Es ist sooo schön, daß es noch solche Menschen gibt.
Vielen Dank!

Und Maisie, glaube mir, auch du wirst bald ein Zuhause in Deutschland finden, so viele Menschen werden jetzt deine Geschichte lesen und bestimmt einer sich ganz doll in dich verlieben..... ;-)
Ich drück dir ganz fest beide Daumen.

Ganz liebe Grüße
Daniela Blum
 

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