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Ein Urlaubsbericht der etwas anderen Art

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Unsere lieben Kolleginnen, die Tierschützerinnen Sybille und Kathleen aus Berlin, waren eine Woche auf Zypern und haben sich das Polimedia Pound und das Ypsonas Pound angesehen.

Sie haben sich diese Pounds, die auch aktive und passive Tötungsstationen sind, aber nicht 'nur' angeschaut sondern zudem tatkräftig mit angepackt, gefilmt, fotografiert und Erlebnisberichte geschrieben.....

Wir sagen: Chapeau für so viel Einsatz und Engagement für die Fellnasen und vielen, tierlieben Dank für alles!

Bericht – Polimedia Pound 02.11.2012 (bitte klicken um die Fotos zu vergrössern)
...Hundeaugen lügen nicht!...
...Wir haben gesehen, gerochen, gehört und gefühlt!...

Die Umstände im Polimedia Pound sind sehr, sehr erschreckend.

Weit ab von allem, steht mitten in der Einöde diese Aufbewahrung.

"Unsere" Tierschützer vor Ort
haben am Tag nur ca.
1,5-2 Stunden Zugang.

Sonst sind die Hunde
sich selbst überlassen.

Sie sitzen in viel zu engen Käfigen
und die Sonne tut ihr Übriges.

Die Tierschutzaktivisten leisten in dieser kurzen Zeit unglaublichen Einsatz.
Ohne ihre Hilfe wären die Hunde verloren.
Die wenige Zeit ist mit füttern, entflohen,
 entwurmen

und auch mal
mit einer kurzen
Gassirunde ausgefüllt.

 

Es werden schwere 10 Liter Wassereimer geschleppt, Näpfe ausgewaschen und mit schon 20kg vorab gekochtem Truthahn befüllt.

Das ist jedoch allein einer grossen Futterspende zu verdanken (wir haben berichtet). Normalerweise gibt es nur billigstes Trockenfutter und das selbst für die Kleinsten, die Welpen die es gar nicht aufnehmen können und immer als Erste und binnen weniger Tage sterben........ 
Jeder Hund giert nach Liebe und Aufmerksamkeit. Sie genießen das Wenige und das ist in dem Moment für sie ganz viel. Die Hunde leben auf Beton, sehen mit traurigen Augen durch die Gitterstäbe und verstehen nicht, warum gerade sie so erbärmlich abgestellt wurden.
Durch die Reinigung mit dem Wasserschlauch stehen sie während dessen in den Käfigen und versuchen irgendwie auszuweichen, aber wohin?   
 
Bei unserem Besuch war jeder Hund ganz zutraulich und liebte die Streicheleinheiten. Keiner von ihnen war in irgendeiner Weise aggressiv. Sie strahlten unendliche Dankbarkeit aus.
Sie stehen zum Teil in ihren Exkrementen, weil, wenn man vorn beginnt zu säubern und man hinten angekommen ist, ist es vorn schon wieder schmutzig. Die Käfige sind für die vielen Tiere sehr klein. Es gibt keine Rückzugsmöglichkeiten, was für jeden einzelnen Hund und bei einem wahllos zusammen gewürfelten Rudel extrem wichtig wäre.

Die Tierschützer versuchen immer darauf zu achten, das unkastrierte Rüden nicht bei unkastrierten Hündinnen sind. Aber nicht immer sind sie zur richtigen Zeit vor Ort. Wenn Hunde kastriert werden, können sie nicht zurück zum Polimedia Pound, weil es unter diesen Bedingungen der sichere Tod wäre. Es muss erst im Ypsonas Pound ein Platz frei werden, oder in einer so heiß begehrten Pflegestelle.

Im gesamten Gelände setzen sich Fliegen ab und schwirren laut herum.

Die Welpen sind unter diesen Umständen einer großen Gefahr ausgesetzt. Gerade sie sind sehr anfällig und müssen intensiv versorgt werden. Unsere Tierschützer geben wirklich alles und danken denen, die so ein liebevolles Wesen ob groß, oder klein, bei sich Zuhause aufnehmen. Wir verstehen jetzt ganz sicher, das so ein Zuhause in Deutschland ein Hauptgewinn für jeden dieser Hunde ist.

Ein Neuankömmling im Polimedia Pound bekam von uns den Namen Emil.

Er ist ein ganz treuer, zärtlicher Collimix.

Wir sahen auch Lucky, Twinkle, Duke, Maylo und noch viele mehr. Es ist etwas ganz anderes diesen Hunden, die schon so lange auf der Vermittlungsseite sind und auf ein Zuhause warten, in die Augen zu schauen.

Man stellt sich die Frage: Was wird aus denen, die nie eine Chance auf eine Vermittlung haben? Die Antwort liegt auf der Hand. Man kann nicht alle vermitteln, aber hier vor Ort wird jedem Tierschutzhund das Gefühl vermittelt, des Menschen bester Freund zu sein.

Wir danken Helen, Lana, Joyce, Delise, Karen und den Pflegestellen auf Zypern für so viel Hingabe. Ihr seid einfach fantastisch! :-)
P.S. Ganz ehrlich, wenn man zur Ruhe kommt, dann gehen einem die Bilder immer wieder durch den Kopf und die Gefühle fahren Achterbahn. Wir für uns wissen jetzt ganz sicher, dass es sich absolut lohnt, unser Tierschutzteam vor Ort auf Zypern mit allen möglichen und machbaren Dingen zu unterstützen!!!!
Video: Sybille Schnitt: M. Schleiff

Vielen tierlieben Dank auch für die Sachspende von Dagmar M.
die wir nach Zypern mitbringen durften.

Bericht - Ypsonas Pound
03.11. und 04.11.2012
Am 03.11.2012 waren wir mit Delise und am 04.11.2012 mit Joyce im Ypsonas Pound. Wir wurden beide Male mit kräftigem Gebell empfangen und jeder Hund hoffte, der Erste sein zu dürfen. Dort ist es im Vergleich zum Polimedia Pound wesentlich besser für die Hunde.
Es gibt 10 Käfige und zum Teil sind auch 2 kleine Hunde pro Box untergebracht, was aber nicht immer möglich ist. Ein ganz normaler Tag beginnt mit „ Hello Darling“, dem Säubern der Boxen, wobei die Hunde für diese Zeit sich frei auf dem Gang und dem Raum hinter den Käfigen bewegen können und sich vor dem Wasserschlauchangriff nicht fürchten müssen.
Die Boxen werden ausgespritzt, desinfiziert, wieder ausgespritzt und dann etwas getrocknet. Es gibt neues Futter und frisches Wasser. Es werden Ohren gereinigt, verfilzte Frisuren werden beschnitten usw. Die Hunde kommen mal schmusen oder genießen einfach nur die Bewegung.

Alles in allem ist es jeden Tag 2x das gleiche Ritual
und ohne das eingespielte und organisierte Team hier vor Ort,
wäre das alles nicht möglich.

Lana kam vorbei und entfernte
einem Rüden die Fäden nach der Kastration.

Dann musste sie mit einem anderen Hund dringend zum Tierarzt.

Wir waren mit 2 Hunden, die neu angekommen waren, Moonlight und Wasini, kurze Zeit draußen spazieren. Die beiden Hundemädels hatten das Glück, nicht im Polimedia zu landen und freuten sich sehr über die private Aufmerksamkeit. Sie zeigten das mit allem was sie drauf hatten. Sie sind so sehr freundlich, zärtlich, sie passten sich einfach super an uns an und möchten dem Menschen einfach nur gefallen.
Es war wirklich nicht einfach die ganzen Hunde, zwar mit dem Nötigen versorgt, zurückzulassen. Allein, in einem abgeschlossenen Gebäude. Nun warten alle auf morgen und die Tage danach und auf die Chance in einer Familie geliebt aufgenommen zu werden.
Video: Sybille Schnitt: M. Schleiff
Zu guter Letzt noch der Abflug von Larnaca mit 10 Hunden
Wir werden diese Eindrücke niemals vergessen und wissen einmal mehr, warum wir diesem Verein unsere ganze Kraft und Mithilfe schenken möchten.
Sybille und Kathleen

Kommentare  

 
#4 Respekt!!!Imhaeuser JuttaSally 2012-11-27 19:27
Respekt und Hochachtung, ich könnte es nicht ertragen. Ich schließe mich den Worten von Monika an . Auch ich würe gern mehr von unseren helfenden Händen uaf Zypern erfahren, leisten sie doch so viel und bleiben so bescheiden im Hintergrund.
Danke Euch
Jutta
 
 
#3 Ganz große Tierliebe, viel Mut und starke Nerven...Karin Then-Vennmann 2012-11-24 23:56
... habt ihr, Sybille und Kathleen, bewiesen, euch persönlich einen Einblick in die Pounds zu verschaffen und tatkräftig mitzuhelfen. Davor habe ich einen Riesenrespekt. Das trauen sich nicht viele.
Kathleen hat damit auch als neue Vermittlerin mit Sicherheit ein wahnsinniges Gespür dafür entwickelt, wie die Hunde leiden. Das muss man als Tierfreund erst einmal aushalten können!!!

Mir gefällt eure zupackende Art sehr. Ihr seid ein großer Gewinn für den Verein, der sehr erfolgreich arbeitet, unter den immer schwieriger werdenen Bedingungen (Pounds und Shelter quellen über, wirtschftliche Lage auf Zypern wird immer schwieriger, Gesetze zum Tierschutz lassen auf sich warten, Bewußtsein der Menschen setzt nur langsam ein..., und der Transport der Hunde nach D ist und bleibt wohl leider schwierig), aber noch mehr Unterstützung dringend braucht und verdient.

Wir lernen so auch Lanas und Helens Unterstützerinnen kennen:
DELISE, JOYCE und KAREN.

Zu gerne würde ich mehr über diese drei wahren HELDINNEN erfahren.

Sie leisten ebenfalls Unglaubliches vor Ort.

Ich freue mich riesig, dass Berlin nun auch von Hundeliebe geprägt ist und Hunden mit schwerem Schicksal hilft.


LG

Karin Then-Vennmann
 
 
#2 ReiseberichtDörte Stoltenberg 2012-11-19 23:01
...Hundeaugen lügen nicht!!
Wie wahr dieser Satz doch ist!
Und auch Monika,Zitat:"Vielleicht gehen sie mit, weil sie hoffen, jetzt endlich aus diesem Gefängnis befreit zu werden" hat mit ihrem Kommentar soo recht!
Vielen Dank für den Bericht und die Bilder...auch wenn diese schwer zu ertragen sind.
Es ist wichtig das wir alle die Augen nicht davor verschließen!
Unser kleiner Benny,vor drei Wochen aus Zypern gelandet,liegt hier unter meinem Schreibtisch und hat sich grad aus dem Garten einen Apfel mit ins Haus gebracht...ihm geht es jetzt gut!
Wenn ich daran denke das er seid Mai in einer dieser Tötungstationen sitzen musste,auch weil wir uns soo lange überlegt haben ob ein dritter Hund möglich ist.....
An alle die überlegen,ob sie einen dieser lieben Hunde aufnehmen sollen : Nur Mut !!
 
 
#1 Reisebericht der etwas anderen Art - Fotos und Videos, die erschüttern und traurig machenMonika Tietz 2012-11-19 19:24
Meine uneingeschränkte Hochachtung und Dankbarkeit vor dem, was die Tierschützerinnen hier täglich leisten. Wenn sie sich nicht so liebevoll und umsichtig um die armen Hundeseelen kümmern würden, wäre es noch unerträglicher für die Hunde, die so verzweifelt versuchen, diesen Gefängnissen zu entkommen.

Was müssen diese Seelen ertragen, eingepfercht, ständig dem Lärm, den unzähligen Fliegen, Hitze, Kälte, Gestank und auch Krankheiten ausgesetzt zu sein!? Besonders die Hunde im Polimedia Pound haben unter diesen unerträglichen Umständen zu leiden.
Wer in ihre Augen sieht, wer sieht, wie verzweifelt sie ihre Pfoten durch das rostige Gitter strecken, um die Menschenhand zu erreichen, die für einen Moment streichelt, der muss doch einfach helfen!

Was haben diese Hunde verbrochen, dass die Menschen sie so leiden lassen?
Nichts, außer der Tatsache, dass sie den Menschen, die sie einmal „angeschafft“ hatten – aus welchen Gründen auch immer - nun aus ebenso unerfindlichen Gründen lästig geworden sind. Überflüssig, ausgesetzt hat man sie auf die Straße gejagt in der Hoffnung, dass ihr „Problem“ sich von selbst
erledigt…
Sie, die doch die Freunde des Menschen sein wollen, versuchen verzweifelt, irgendwie am Leben zu bleiben. Viele von ihnen schaffen es nicht, sie sterben durch Menschenhand an Straßenrändern oder auf andere Art.

Die Hunde, die in Tötungsstationen landen, haben zwar noch eine winzige Chance, dieser Hölle zu entkommen, aber nur ein kleiner Teil von ihnen kann gerettet werden. Die anderen rücken unaufhörlich auf der Liste nach oben. Wenn Platz für Neuzugänge gemacht werden muss, werden die, die oben stehen, umgebracht.
Vielleicht gehen sie mit, weil sie hoffen, jetzt endlich aus diesem Gefängnis befreit zu werden – für viele ist es leider ein Irrtum. Für sie gibt kein Morgen mehr….

Es sind viele Hundeleben, die durch die Hilfe der Tierschützer gerettet werden können, die mit großem Einsatz und Aufwand gepflegt, ärztlich behandelt, aufgepäppelt in Pflegefamilien es schließlich geschafft haben, in ein neues Leben zu lieben Tierfreunden zu kommen, aber es sind noch viel mehr, die bleiben müssen, die einfach kein Glück haben!

Nur, wenn wir uns weiterhin bemühen, die Menschen zu einem Umdenken dem Tier gegenüber zu bewegen, durch Kastrationen das unendliche Leid der vielen Welpen, die ungeimpft an Krankheiten sterben oder einfach wie Müll entsorgt werden zu mindern, können wir das große Unrecht, was unseren Freunden geschieht, wenigstens zum Teil wieder gutmachen.

Wir, die mit Hunden zusammenleben, wissen wie viel Liebe sie uns zurückgeben und wie sehr sie unser Leben durch ihre Treue verändern!
 

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