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🐾 Ruhe ist auch Beschäftigung

Geschrieben von Hundeliebe-grenzenlos am .

Wenn wir über Hundebeschäftigung sprechen, denken wir meistens an Spaziergänge, Suchspiele, Training, Dummyarbeit, Tricks oder andere Aktivitäten. Hauptsache, der Hund ist beschäftigt und ausgelastet.

Aber manchmal vergessen wir dabei eine ganz wichtige Beschäftigung: Ruhe.

Ein Hund sollte nicht nur lernen, etwas zu tun – er sollte auch lernen, nichts zu tun.

Das kann zum Beispiel auf einem Spaziergang geübt werden. Einfach einmal einen schönen Platz suchen, sich gemütlich hinsetzen und den Hund nicht bespaßen. Kein Ball, kein Training, keine Aufgabe. Stattdessen darf er schnüffeln, schauen, beobachten oder sich irgendwann einfach hinlegen.

Für uns klingt das vielleicht ganz selbstverständlich. Für viele Hunde ist es das aber nicht.

Manche sind ständig auf der Suche nach dem nächsten Reiz, der nächsten Aufgabe oder der nächsten Bewegung. Sie können schlecht abschalten und haben gelernt, dass ein Spaziergang immer Action bedeutet.

Dabei ist es für einen Hund unglaublich wertvoll zu erfahren:

Es passiert gerade nichts – und das ist völlig in Ordnung.

Ruhe bedeutet nicht Langeweile. Ruhe bedeutet, Reize verarbeiten zu können, den Körper herunterzufahren und einfach einmal die Umgebung auf sich wirken zu lassen.

Und genau wie Sitz, Bleib oder Rückruf kann auch das Entspannen geübt werden.

Vielleicht setzen wir uns beim nächsten Spaziergang einfach einmal für zehn Minuten irgendwo hin. Wir beobachten die Umgebung, atmen durch und lassen unseren Hund Hund sein.

Ohne Programm.

Ohne Erwartung.

Einfach nur gemeinsam da sein.

Denn ein gut ausgelasteter Hund ist nicht unbedingt der, der am Ende des Tages völlig erschöpft ist.

Manchmal ist ein wirklich gut ausgelasteter Hund der, der gelernt hat, wann nichts mehr passieren muss. 🐾

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